Neue Risiken für Unternehmen: Hackerangriff legt Wirtschaft seit Freitag lahm

Was bedeutet dies für die Risikoberichterstattung?

Hackerangriff weltweit. Sicherlich haben Sie diese Meldung am Freitagabend auch in den Nachrichten gesehen. Ich denke mir nichts weiter dabei, bis ich am Samstag am Stuttgarter Hauptbahnhof stehe: Anstelle der Informationen zu den einzelnen Zügen auf den Bildschirmen steht dort lediglich die Information „Bitte Aushänge beachten“. In Stuttgart war die Deutsche Bahn kreativ. Auf von Hand geschriebenen Aufstellern stehen die Abfahrtszeiten der Züge. Ich fühle mich wie in Havanna, wo immer noch Fahrpläne von Hand an den Bahnhöfen hängen. Als sowohl an den Bahnhöfen in Karlsruhe und Freiburg die digitalen Anzeigen nur auf „Bitte Aushänge beachten“ anzeigen, wird mir das Ausmaß etwas bewusster. Ich fühle mich wie in „You are wanted“, einer Serie von Matthias Schweighöfer, in der die Geschichte eines Mannes erzählt wird, der gehackt wird. Der Film ist also teilweise Wirklichkeit geworden.

Die Risiken unserer vernetzten und digitalisierten Welt liegen also bei Hackerangriffen und Daten. Daten – das sind die Vermögenswerte der Zukunft. Ein Hackerangriff könnte unsere ganze Wirtschaft lahmlegen. Wird darüber seitens der Unternehmen in den Geschäftsberichten ausreichend berichten? Wie die aktuellen Hackerangriffe zeigen, wurde diesen offenbar nicht hinreichend vorgebeugt. Wurde das Risiko als eher gering eingestuft? Waren die Kosten zu hoch? Wie kann es sein, dass große Unternehmen nicht regelmäßig ihre Programme updaten? Fragen über Fragen. Was dieser Angriff zeigt: Wir sind verwundbar. Ein Hacker, der wo auch immer sitzt, kann die Wirtschaft zum Anhalten bringen. So musste beispielsweise Peugeot laut Pressemeldungen die Produktion unterbrechen.

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