Update Bilanzkosmetik: Kein langfristiger Schutz vor Insolvenz

Tablette Bilanzkosmetik hilft auch Air Berlin nicht

Air Berlin ist insolvent? Ja, es ist offiziell. In den letzten Jahren und vor allem Monaten habe ich mich immer wieder gefragt: Wie lange noch? Die hohen Verluste. Das negative Eigenkapital. Air Berlin stand schon seit einigen Monaten das Wasser nicht nur bis zum Hals, sondern bereits bis über die Nasenspitze. Nun droht das Unternehmen zu ertrinken.

Wie bitte kann ein Unternehmen so lange existieren? Verluste, Verluste, Verluste. Und das seit knapp zehn Jahren. Kann so etwas gut gehen? Nein. Die Tablette Bilanzkosmetik verlängert nur den Leidensweg des Patienten.

Im Mai wurden die Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres dargestellt. Verluste am laufenden Band. Aus meinem damaligen Artikel hatte ich noch folgendes Fazit gezogen: „Es bleibt zu hoffen, dass Air Berlin in den nächsten Jahren die Kurve bekommt und mittelfristig wieder die Gewinnzone erreicht. Ganz ohne Bilanzkosmetik.“ Bis zur Gewinnzone ist es ein weiter Weg. Jetzt geht es erst einmal um die Frage, ob und wie es überhaupt weitergehen kann. Es geht also schlimmer als vor wenigen Monaten noch befürchtet.

Dieses Beispiel zeigt, was ich in meiner Serie „Bilanzkosmetik“ in den letzten Monaten immer wieder angesprochen habe: Weiterlesen

Update Bilanzkosmetik: Air Berlin, schlimmer geht’s immer? – Bilanzkosmetik löst Probleme auf Dauer nicht

Miese Zahlen bei Air Berlin. Das ist leider nichts Neues. Dem Unternehmen geht es schon seit einigen Jahren finanziell nicht sonderlich gut. Doch nun wird die Lage immer schlimmer. Die Frage ist, wie schlimm es noch kommen kann.

So wurde in diesem Jahr die Bekanntgabe des Geschäftsberichtes verschoben. Kein Wunder, dass nicht einmal die Pressestelle wusste, wann genau der Bericht bekannt gegeben werden sollte. Alles andere als ein gutes Zeichen. Erfreuliche Nachrichten gab es für die Investoren schon seit einigen Jahren nicht mehr. Der Schuldenstand hat die Eine-Milliarde-Grenze überschritten, das negative Eigenkapital nähert sich der 1,5-Mrd. Grenze, der Verlust beträgt ca. 780 Mio. EUR – Welche Schreckensmeldung kann die Investoren noch erschrecken?

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