Party zuhause oder auswärts feiern?

Wer einen runden Geburtstag oder ein anderes Ereignis feiert, steht zuweilen vor der Frage, ob er die Feier zuhause oder auswärts ausrichten soll. Allgemeinverbindlich lässt sich diese Frage natürlich nicht beantworten. Steuerlich hingegen wird die Feier in den eigenen vier Wänden oder im Garten günstiger sein. Und zwar dann, wenn Servicepersonal beauftragt wird. Meines Erachtens spricht nichts dagegen, die entsprechenden Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich geltend zu machen.

Eine andere Frage ergibt sich hinsichtlich der zubereiteten Speisen. Das BMF hat zwar bereits mit Schreiben vom 1.11.2004 (BStBl 2004 I S. 958) darauf hingewiesen, dass die Anlieferung der Speisen nicht von § 35a Abs. 2 EStG umfasst ist, da die „Lieferung von Waren im Vordergrund steht.“ Wie ist es aber, wenn zwar die Salate etc. im Vorhinein gefertigt werden, vor Ort aber Fisch, Fleisch und Gemüse gegrillt werden? Ist dann die Leistung des „Grillmeisters“ ebenfalls von § 35a Abs. 2 EStG umfasst? Und wie ist die Leistung des Discjockeys zu behandeln? Meines Erachtens spricht auch in diesen Fällen nichts gegen eine steuerliche Begünstigung als haushaltsnahe Dienstleistung, soweit es sich um die reinen Personalkosten handelt. Jedenfalls sollte der Partyservice gebeten werden, die Personal- und Warenkosten getrennt auszuweisen.

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Ein Kommentar zu “Party zuhause oder auswärts feiern?

  1. Feine Idee. ich würde das ebenso sehen. Vom FG Baden-Württemberg gibt es passende Urteile, wonach die Essenszubereitung vor Ort als haushaltsnahe Dienstleistung anzusehen sei. Damit werben auch viele Mietköche.

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