Vor Kurzem ist mir bei einem Unternehmen aus der Immobilienbranche eine Änderung aufgefallen, die auf den ersten Blick recht technisch wirkt: Die Konzernrechnungslegung wurde von IFRS auf HGB umgestellt. Der Anlass war nachvollziehbar. Bilanzanalytisch ist der Vorgang dennoch bemerkenswert, denn gerade bei Immobilienunternehmen verändert sich mit dem Wechsel des Rechnungslegungsregimes eine zentrale Größe: die Bewertung des Immobilienvermögens. Das ist besonders interessant in einer Phase, in der Immobilienwerte und Finanzierungskosten ohnehin genau beobachtet werden müssen. Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an. IAS 40: Marktwertänderungen werden unmittelbar sichtbar Bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erlaubt IAS 40 nach der erstmaligen Erfassung...
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Vor kurzem habe ich an dieser Stelle anlässlich des Steuerzahlergedenktages über die Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland geschrieben. Dabei ging es nicht nur um die Frage, wie viel wir an den Staat zahlen. Vielmehr stand die Frage im Raum, ob unser Steuer- und Abgabensystem noch die richtigen Anreize setzt. Diesen Gedanken möchte ich noch einmal aufgreifen – diesmal mit einem kleinen Ausflug in die Volkswirtschaftslehre. Denn dort findet sich ein ebenso einfaches wie interessantes Denkmodell: die sogenannte Laffer-Kurve. Eine einfache Kurve mit einer unbequemen Frage Die nach dem US-amerikanischen Ökonomen Arthur Laffer benannte Kurve beschreibt den theoretischen Zusammenhang zwischen Steuersatz und...
Ab dem 1. Januar 2027 gilt IFRS 18 „Darstellung und Angaben im Abschluss“. Der neue Standard ersetzt IAS 1 und bringt vor allem für die Gewinn- und Verlustrechnung Veränderungen mit sich. Ziel ist eine stärker strukturierte und besser vergleichbare Darstellung der Unternehmensleistung. Doch sorgt eine neue Struktur automatisch für mehr Vergleichbarkeit? Warum überhaupt ein neuer Standard? Bislang lässt IAS 1 Unternehmen vergleichsweise viel Spielraum bei der Darstellung ihrer Gewinn- und Verlustrechnung. Zwar sind bestimmte Positionen vorgeschrieben, zentrale Zwischensummen wie ein operatives Ergebnis sind jedoch nicht einheitlich definiert. Das zeigt sich in der Praxis beispielsweise beim EBIT oder beim operativen Ergebnis....
Kosten für Behandlungen im Zusammenhang mit dem „Post-Vac-Syndrom“, deren Nutzen wissenschaftlich nicht anerkannt ist bzw. war, können nur dann als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden können, wenn zuvor ein amtsärztliches Gutachten oder eine ärztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung eingeholt wurde – so hat das Niedersächsisches FG mit Urteil vom 4.3.2026 (9 K 54/25) entschieden. Der Sachverhalt: Der Kläger leidet seit 2022 nach einer COVID-Schutzimpfung unter einem Post-Vac-Syndrom und ist dauerhaft berufsunfähig. Im Jahre 2023 wurden bei ihm Immunadsorptionen (Blutwäschen) durchgeführt. Seine Krankenkasse lehnte die Übernahme der Kosten ab. Der Medizinische Dienst erklärte in einem Gutachten, dass ihm keine veröffentlichte...
Die Spritpreise sind auf einem Rekordhoch. Ein guter Anlass, steuerliche Aspekte jenseits des Steueranteils aufzugreifen. Seit 2026 gilt für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte eine einheitliche Entfernungspauschale von 0,38 Euro ab dem ersten Entfernungskilometer. Auch für die wöchentliche Familienheimfahrt im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung gelten 0,38 Euro je Entfernungskilometer. Wer dagegen seinen privaten Pkw für eine berufliche Auswärtstätigkeit nutzt, kann bei Anwendung des pauschalen Kilometersatzes weiterhin nur 0,30 Euro je tatsächlich gefahrenem Kilometer ansetzen. An der Tankstelle dürfte diese steuerliche Einordnung allerdings unbekannt sein. Seit 2026: 38 Cent ab dem ersten Kilometer Bis einschließlich 2025 betrug die...
Warum auch Verluste bei Immobilienkonzernen einen zweiten Blick verdienen Im letzten Beitrag ging es um steigende Immobilienwerte: Am Beispiel Vonovia zeigte sich, wie Bewertungsgewinne das Ergebnis kräftig erhöhen können, ohne gleichzeitig Geld in die Kasse zu bringen. Doch die Logik funktioniert auch in die andere Richtung. Das zeigt aktuell die Deutsche Konsum Real Estate AG (DKR): Die Immobilienwerte sinken, das Unternehmen schreibt rote Zahlen – und dennoch entwickelt sich der operative Cashflow positiv. Wenn sinkende Immobilienwerte den Verlust treiben Bei Immobilienkonzernen kann nicht nur ein steigender Gewinn wesentlich durch die Bewertung des Immobilienbestands geprägt sein. Die gleiche Mechanik funktioniert auch...
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Dr. Carola Rinker 24. September 2026
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Ralph Homuth, LL.M. 22. September 2026
38 Cent oder 30 Cent – kennt die Tankstelle den Unterschied?
21.09.2026 von Peter Röder
Beitragspflicht von Betriebsrenten auch bei Kapitalauszahlung – rechtens, aber nicht gerecht