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26. Juni 2026

Warum der Anhang keine Nebensache ist Die BaFin hat am 26. Juni 2026 eine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Zalando SE für das Geschäftsjahr 2025 eingeleitet. Konkret geht es um die Frage, ob Zalando im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Zusammenhang mit der Übernahme der About You Holding SE möglicherweise fehlerhaft unterlassen hat. Wichtig ist dabei: Die Einleitung einer Prüfung bedeutet ausdrücklich nicht, dass bereits ein Fehler festgestellt wurde. Die BaFin geht lediglich konkreten Anhaltspunkten nach. Erst das Ergebnis der Prüfung wird zeigen, ob tatsächlich ein Verstoß gegen die Rechnungslegung vorliegt....

26. Juni 2026

Eigentlich sollte die sog. 65-Prozent-Regel des GEG beim Einbau neuer Heizungen ab 1.7.2026 wirksam werden. Aber der Gesetzgeber hat die Übergangsfrist nun bis 31.10.2026 verlängert – bis das neue GebäudemodernisierungsG (GModG) kommt. Hintergrund § 71 Abs. 8 und 9 Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt Übergangsfristen für bestehende Gebäude und Neubauten in Baulücken beim Heizungstausch. Er verknüpft die Pflicht zum Einbau einer klimafreundlichen Heizung (65 % Erneuerbare Energien) eng mit der kommunalen Wärmeplanung der jeweiligen Gemeinde Die Übergangsfristen hängen von der jeweiligen Gemeindegröße bzw. Einwohnerzahl der Gemeinde ab. Differenziert wird nach Gemeinden, in denen am 1.1.2024 mehr als 100.000 Einwohner oder bis zu...

25. Juni 2026

Besteht das Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit mit Lohnsteuerabzug und haben Ehegatten die Steuerklassenkombination III/V gewählt, so gilt eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung (§ 46 Abs. 2 Nr. 3a EStG). Was aber geschieht, wenn die Steuererklärungen über mehrere Jahre hinweg nicht abgegeben werden? Etwas salopp gesagt: Die Steuerpflichtigen erhalten einen Brief des Finanzamts, mit dem sie höflich, aber bestimmt aufgefordert werden, die Steuererklärungen nachträglich einzureichen. Nächste Frage: Für wie viele Jahre müssen Erklärungen erstellt werden? Die Antwort: Das Finanzamt will Erklärungen für bis zu acht, wenn nicht gar für bis zu 13 Jahre haben. Diese...

24. Juni 2026

Ab dem 1.7.2026 haben Minijobber erstmals die Möglichkeit, zur Rentenversicherungspflicht zurückzukehren. Wie funktioniert die Aufhebung der Befreiung und was haben Minijobber davon? Hintergrund Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsentgeltgrenze bei Minijobs ist an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt. Minijobs unterliegen seit 2013 der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Arbeitgeber zahlen für ihre Minijobber einen Pauschalbeitrag. Die Minijobber selbst zahlen zusätzlich einen Eigenbeitrag. Dadurch kommen sie in den Genuss des vollen Schutzes der...

24. Juni 2026

Ein Tauschgeschäft, ein vertraglich genannter Mindestwert und ein ausgewiesener Millionen-Ertrag – bilanziell kann genau diese Kombination schnell problematisch werden. Eine aktuelle Fehlerfeststellung der Bafin zeigt sehr konkret, wie fehleranfällig die Bilanzierung nicht-monetärer Transaktionen ist, wenn handelsrechtliche Bewertungsgrundsätze verkürzt angewendet werden. Der Kernfehler: Mindestwert aus dem Vertrag ersetzt keine HGB-konforme Wertermittlung Im konkreten Fall hatte ein Unternehmen nahezu sämtliche Vermögensgegenstände an einen Erwerber veräußert und dafür nicht nur eine Barzahlung, sondern vor allem Anteile an der Käufergesellschaft erhalten. Genau hier setzte die Bafin an: Das Unternehmen übernahm den im Kaufvertrag genannten Mindestwert des erhaltenen Anteils von rund 2,3 Mio. Euro unmittelbar...

23. Juni 2026

Nachlassverbindlichkeiten mindern die erbschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage. Doch darüber, was Nachlassverbindlichkeiten tatsächlich sind, kann es heftigen Streit mit dem Finanzamt geben. Denn es gibt abziehbare „echte“ Nachlassverbindlichkeiten (also insbesondere übernommene Schulden), abzugsfähige Nachlassregelungskosten und – nicht abziehbare – Nachlassverwaltungskosten. Zu den Nachlassregelungskosten gehören unter anderem Kosten für die Bestattung des Erblassers, die Kosten für ein angemessenes Grabdenkmal, eventuell Kosten der Wohnungsauflösung sowie die Aufwendungen für die übliche Grabpflege. Darunter fallen aber auch die Kosten, die „dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs entstehen“. Diese können in der nachgewiesenen Höhe berücksichtigt...

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