Wenn Vorstandsvergütung auf geschönten Kennzahlen basiert Viele Unternehmen kommunizieren nicht nur operative Kennzahlen – sie knüpfen daran auch ihre Vergütungssysteme. Genau hier wird es heikel. Denn wenn das bereinigte EBIT nicht nur die Kapitalmarktstory prägt, sondern zugleich Grundlage der Vorstandsvergütung ist, geht es nicht mehr nur um Transparenz, sondern um Anreizsysteme. Der aktuelle Fall Zalando zeigt exemplarisch, warum Investoren, Aufsichtsräte und Bilanzleser genauer hinschauen sollten. Bereinigte Kennzahlen als Vergütungsmaßstab – ein sensibles Spielfeld Bereinigte Kennzahlen können sinnvoll sein, wenn sie echte Sondereffekte ausblenden und so die operative Entwicklung klarer zeigen. Problematisch wird es jedoch, wenn aus einer Kommunikationskennzahl eine Vergütungskennzahl...
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Nach § 4 Abs. 7 EStG müssen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufgezeichnet werden. Das gilt natürlich nur bei der Gewinnermittlung und nicht bei Arbeitnehmern. Der BFH musste sich nun aber mit der Frage befassen, wie und vor allem wann ein Steuerpflichtiger der Aufzeichnungspflicht nachkommen muss. Seine Antwort ist eindeutig: Der Aufzeichnungspflicht gemäß § 4 Abs. 7 EStG für Aufwendungen des häuslichen Arbeitszimmers wird in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht nur genügt, wenn sämtliche Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer und dessen Ausstattung einzeln und zeitnah in einer besonderen Spalte der Ausgabenaufzeichnungen, zumindest aber gebündelt...
Am 8.5.2026 hat der Bundesrat der vom Bundestag beschlossenen Gesetz zur Haftungsverschärfung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr zugestimmt. Was bedeutet das? Hintergrund E-Scooter, also elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge bestimmen inzwischen das Stadtbild. Seit dem Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) am 15.6.2019 hat der Gebrauch von elektrischen Tret- und Stehrollern (E-Scootern) im Straßenverkehr stetig zugenommen. Die Gesamtzahl der E-Scooter stieg von 180.000 im Jahr 2020 auf 990.000 im Jahr 2023. Im Jahr 2020 verzeichnete das Statistische Bundesamt noch 5.860 Beteiligte an Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen, im Jahr 2024 bereits 12.509. Die Durchsetzung von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen (§§ 823, 847 BGB) von Unfallopfern, die...
Die EU-Taxonomie verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Sie soll nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten transparenter machen, Kapital gezielter in „grüne“ Bereiche lenken und Unternehmen vergleichbarer machen. Für Investoren klingt das zunächst sinnvoll. Wer möchte nicht besser einschätzen können, wie nachhaltig ein Unternehmen tatsächlich wirtschaftet? Doch zwischen regulatorischem Anspruch und praktischem Nutzen klafft in vielen Geschäftsberichten eine spürbare Lücke. Taxonomiefähig oder nicht taxonomiefähig – was bedeutet das überhaupt? Vereinfacht gesagt beschreibt „taxonomiefähig“, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit grundsätzlich unter die von der EU definierten nachhaltigkeitsrelevanten Kategorien fällt. Es geht also zunächst darum, ob ein Geschäftsbereich überhaupt vom Regelwerk erfasst wird. „Nicht taxonomiefähig“ bedeutet dagegen, dass bestimmte...
Wer sich ein neues E-Fahrzeug kauft, kann dafür laut Bundesumweltministerium ab 19.5.2026 auf einem Förderportal die neue E-Auto-Förderung beantragen. Allerdings sollten Antragsteller im Vorfeld die Antragstellung gut vorbereiten. Hintergrund der E-Auto-Förderung Die Bundesregierung hatte im Herbst 2025 beschlossen, ein neues Programm zur Förderung von Elektroautos zu entwickeln, um mehr Privatpersonen den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität zu ermöglichen. Im Zuge des Umsetzungsgesetzes für die Anpassung der Verbraucherkreditvergabe an EU-Recht wurde auch eine zuwendungsrechtliche Regelung für das von der Bundesregierung aufgelegte Förderprogramm für „klimaneutrale Mobilität für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen“ beschlossen. Demnach soll die Förderung grundsätzlich für elektrisch betriebene Fahrzeuge...
Viele gleichgeschlechtliche Paare haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln. Natürlich stand bei den meisten wohl nicht das Steuerrecht im Vordergrund, doch immerhin hatte die Umwandlung einen steuerlichen Vorteil: Die Partner konnten nämlich bis zum 31.12.2020 rückwirkend die Zusammenveranlagung beantragen – und zwar für alle Jahre bis zum Beginn der eingetragenen Lebenspartnerschaft. Dies war auch dann möglich, wenn die Steuerbescheide bereits bestandskräftig waren. Voraussetzung war allerdings, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft bis zum 31.12.2019 in eine Ehe umgewandelt worden ist. Doch ob die Frist „31.12.2019“ – in steuerlicher Hinsicht – überhaupt einzuhalten war, musste nun der...
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Dr. Carola Rinker 25. Mai 2026
EU-Taxonomie: Gut gemeint, aber wie hilfreich ist sie für Anleger wirklich?
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Update: Neue E-Auto-Förderung startet – Was Antragsteller beachten sollten
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