Das Bundeskabinett hat am 2.9.2026 eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) mit dem Ziel auf den Weg gebracht, auch 2027 bis 2029 einen Bundeszuschuss zu den Netzentgelten in Höhe von 5,5 Mrd. Euro im Jahr zu leisten. Was haben Wirtschaft und Verbraucher davon? Hintergrund zur Entlastung der Stromkosten Im Koalitionsvertrag 2025 hatte die neue Regierung eine Stromsteuersenkung „für alle“ Verbraucher und Unternehmen angekündigt, jedoch ist diese Maßnahme im Koalitionsausschuss aufgrund fehlender Finanzierung erstmal nur auf das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft beschränkt worden. Mit dem Wegfall der Gasspeicherumlage wurden Unternehmen und Privathaushalte ab dem Jahr 2026 weniger für Erdgas...
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Ein Unternehmer muss belegen können, woher die Geldbeträge stammen, die von ihm selbst auf sein betriebliches Konto eingezahlt wurden. Kann er die Herkunft nicht zur Zufriedenheit des Finanzamts nachweisen, läuft er Gefahr, dass in Höhe der ungeklärten Mittel Betriebseinnahmen angenommen werden. Das Niedersächsische FG hat diese Sichtweise mit Urteil vom 22.4.2026 (4 K 12/26) bestätigt. Der Sachverhalt: Der Kläger ist Angestellter. Nebenher repariert er Maschinen und erzielt hieraus Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Eine Betriebsprüferin stellte Eingänge auf den Geschäftskonten des Klägers fest, die pro Jahr zwischen rund 5.000 Euro und 10.000 Euro lagen. Es handelte sich im Wesentlichen um Bareinzahlungen. Weil...
Kleinere Unternehmen und Freiberufler haben die Möglichkeit, die Umsatzsteuer auf Antrag nicht nach den vereinbarten, sondern nach den vereinnahmten Entgelten zu berechnen (§ 20 UStG). Doch besteht die Möglichkeit der Ist-Besteuerung auch für Freiberufler, die freiwillig Bücher führen? Nein, sagt der BFH und bestätigt das Urteil der Vorinstanz (BFH-Urteil vom 16.4.2026, V R 16/24; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 9.7.2024, 9 K 86/24). Der Sachverhalt: Die Klägerin ist eine Partnerschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. Sie ermittelt ihren Gewinn freiwillig durch Betriebsvermögensvergleich. Die Umsatzsteuer-Festsetzungen erfolgten für die Veranlagungszeiträume 2006 bis 2018 jeweils gemäß § 20 Satz 1 Nr. 3 UStG nach...
Am 2.9.2026 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für ein Einkommensteuerreformgesetz 2027 beschlossen und damit das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Was steckt in dem Paket und wie ist der Entwurf zu bewerten? Hintergrund des Einkommensteuerreformgesetzes Eine weitere einkommensteuerliche Entlastung der Bürger ist ein wesentliches Versprechen des Koalitionsvertrages 2025. In Umsetzung dieses Versprechens hat das BMF am 18.8.2026 einen Referentenentwurf für ein EStRefG 2027 vorgelegt. Dieser wurde nun am 2.9.2026 vom Bundeskabinett als Regierungsentwurf formell beschlossen. Was ist der wesentliche Inhalt der ESt-Reform 2027? Die entlastenden Eckpunkte des Reformgesetzes sind: Der Grundfreibetrag soll auf 12.564 € (2027) und 12.900 € (2028) steigen (§§...
Die auf einen Erwerb von Grundstücken festgesetzte Schenkungsteuer führt nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten bzw. Anschaffungsnebenkosten der Immobilie für die Berechnung der AfA – so lautet ein Urteil des FG Köln vom 26.11.2025 (2 K 2116/23). Für steuerliche Berater ist das Urteil sicherlich keine Überraschung. Dennoch lohnt ein Blick darauf, vor allem auf den Sachverhalt, weil er zeigt, dass bei der Übertragung von Immobilien steuerlich so einiges schieflaufen. Der Sachverhalt in aller Kürze: Die Klägerin erhielt von ihrer Mutter verschiedene Grundstücke. Der Vertrag sah vor, dass zwar die grundpfandrechtlichen Belastungen, nicht aber die gesicherten Verbindlichkeiten von der Tochter übernommen werden sollten....
Vor wenigen Tagen machte ein Fall bundesweit Schlagzeilen: Gegen eine Influencerin wurde wegen unzureichend gekennzeichneter Werbebeiträge ein Bußgeld in Höhe von 36.000 € verhängt. Nach Auffassung der zuständigen Landesmedienanstalt waren mehrere bezahlte Kooperationen entweder gar nicht oder jedenfalls nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet. Die mediale Berichterstattung konzentrierte sich erwartungsgemäß auf die Frage, wann Beiträge als Werbung zu kennzeichnen sind. Für Steuerberater dürfte jedoch eine andere Frage mindestens ebenso interessant sein: Welche steuerlichen Folgen haben Bußgelder, Verfahrenskosten und gegebenenfalls sogar ein Steuerstrafverfahren? Influencer geraten zunehmend in den Fokus der Finanzverwaltung Influencer beschäftigen die Finanzverwaltung schon seit mehreren Jahren. Betriebsprüfungen befassen sich...
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