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30. Oktober 2026

Aufgrund eines „technischen Versehens“ im BMF die Änderung des Tabaksteuergesetzes bereits am 21.10.2026 und nicht – wie eigentlich gewollt – zum 1.1.2027 in Kraft. Müssen Konsumenten schon ab sofort mit höheren Preisen für Tabak rechnen? Hintergrund Ich habe im Blog berichtet: Nach dem Gesetzesbeschluss des Bundestages vom 15.10.2026, dem der Bundesrat am 16.10.2026 zugestimmt hat, soll die Steuer auf Tabakprodukte ab 1.1.2027 über einen Zeitraum von vier Jahren regelmäßig erhöht werden. Bei einer Kleinverkaufspackung mit einem Inhalt von 20 Zigaretten ergibt sich laut Gesetzentwurf ab 2027 ein gewichteter durchschnittlicher Kleinverkaufspreis von 8,77 Euro. Für 2028 werden 9,56 Euro genannt, für...

30. Oktober 2026

Vom Sparschwein zur Steuerfrage Früher gehörten Sparschwein und Sparbuch zum Weltspartag. Heute stellt sich eine grundsätzlichere Frage: Wer spart, verzichtet heute auf Konsum, trägt das Inflationsrisiko und muss einen Teil seines Anlageerfolgs anschließend versteuern. Lohnt sich das noch? Sparer-Pauschbetrag und Inflation Der Sparer-Pauschbetrag betrug für Ledige von 2009 bis einschließlich 2022 unverändert 801 Euro. Erst 2023 wurde er auf 1.000 Euro erhöht; bei Zusammenveranlagten sind es 2.000 Euro. Für den Beitrag sollte diese Entwicklung der Inflation der vergangenen zehn Jahre gegenübergestellt werden. Der Verbraucherpreisindex stieg zwischen 2016 und 2025 deutlich. Real stellt sich deshalb die Frage, ob der höhere Pauschbetrag...

29. Oktober 2026

Wie bestimmt sich eigentlich der Wert einer Immobilie? So, wie ihn das Finanzamt gerne hätte? So, wie ihn ein Gutachter ermittelt hat? Oder nach dem tatsächlichen Kaufpreis, wenn der Kaufvertrag zwischen fremden Personen im gewöhnlichen Geschäftsverkehr geschlossen wird? Wer auf sein Bankkonto schaut, der weiß, dass nur die letzte Antwort korrekt ist. Erbschaftsteuerlich ist die Antwort indes nicht so einfach. Aber der Reihe nach. Kurz zum Hintergrund: Werden Immobilien vererbt, stellt das Finanzamt für die Festsetzung der Erbschaftsteuer einen Grundbesitzwert fest. Weist der Steuerpflichtige nach, dass der gemeine Wert niedriger ist, so ist dieser Wert anzusetzen. Dafür wird üblicherweise ein...

29. Oktober 2026

§ 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG sieht für die Vererbung des selbstgenutzten Familienheims unter bestimmten Voraussetzungen und bis zu einer bestimmten Größe eine erbschaftsteuerliche Befreiung vor. Wichtig für die Steuerbegünstigung: Das Familienheim muss „unverzüglich zur Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken bestimmt sein“. Und es muss sich auch tatsächlich um ein „Familienheim“ handeln. In diesem Zusammenhang hat das FG München entschieden, dass die Steuerbefreiung für ein Familienheim nur in Betracht kommt, wenn sowohl der Erblasser als auch der begünstigte Erbe ihren jeweiligen Lebensmittelpunkt in der betreffenden Immobilie hatten bzw. haben. Eine nur gelegentliche Nutzung als Zweit-, Wochenend- oder Ferienwohnung reicht nicht...

28. Oktober 2026

Kürzlich hatte ich im Rahmen des NWB Experten-Blogs zwei Urteile vorgestellt, in denen es jeweils um die Frage ging, ob eine Billigkeitsmaßnahme angezeigt ist, wenn Verluste aus spekulativen Anlagen nicht verrechnet werden können und aufgrund der fehlenden Verlustverrechnung sogar das Existenzminimum besteuert wird. Mit Urteil vom 3.3.2026 hat der BFH eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgründen abgelehnt (BFH-Urteil vom 3.3.2026, IX R 18/23). Das FG Baden-Württemberg hingegen hat eine solche befürwortet (Urteil vom 17.7.2025, 2 K 827/23). Gegen dieses Urteil liegt die Revision vor. Das Az. beim BFH lautet IX R 27/25. Wie nun bekannt geworden ist, ist aber auch hinsichtlich...

28. Oktober 2026

Unternehmen, die mit anderen Unternehmen Geschäfte machen (B2B), müssen seit 1.1.2025 technisch in der Lage sein, E-Rechnungen im sog. XML-Dateiformat zu empfangen, ab 1.1.2027 bzw. 2028 auch zu versenden. Verschicken Unternehmen ab 2027 keine korrekten E-Rechnungen, droht dem Rechnungsempfänger nach einem aktuellen BMF-Schreiben der Verlust des Vorsteuerabzugs. Hintergrund Nach § 15 UStG können Unternehmer die Umsatzsteuer, die ihnen von anderen Unternehmen für betriebliche Einkäufe in Rechnung gestellt wurde (Vorsteuer), mit der eigenen Umsatzsteuerschuld verrechnen. Dafür muss aber eine ordnungsmäße Rechnung nach § 14 UStG vorliegen, die den Steuerausweis und alle Pflichtangaben enthält. Unternehmen sind bereits seit dem 27.11.2020 verpflichtet, alle...

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