Eingebettete Derivate bei Leasingverhältnissen nach IFRS 16

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können. Weiterlesen

Bilanzierung von Reverse Factoring – nicht nur Finance 7.0

Factoring ist ein seit Jahrzehnten beliebtes Instrument zur Refinanzierung von Forderungen. Traditionell „verkauft“ dabei der Gläubiger von Lieferforderungen (Lieferant) diese an ein Factoringinstitut oder eine Bank (Factor) zu einem Preis unterhalb des Nominalbetrags. Der Lieferant erhält gegen den Abschlag einen schnellen Liquiditätszufluss. Rechtlich geht dabei das Eigentum an den Forderungen auf den Factor über. Der Übergang kann als offene oder stille Zession erfolgen, d.h. der Forderungsschuldner (Kunde) erfährt von der Forderungsabtretung oder auch nicht. Neuerdings findet sich daneben ein sogenanntes Reverse Factoring, d.h. ein umgekehrtes Factoring. Weiterlesen