Autor: Prof. Dr. jur. Ralf Jahn

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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Autor: Prof. Dr. jur. Ralf Jahn

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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Autor: Prof. Dr. jur. Ralf Jahn

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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Autor: Prof. Dr. jur. Ralf Jahn

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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Autor: Prof. Dr. jur. Ralf Jahn

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  • Bilanzierung
  • Recht
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30. Januar 2026

Der BGH (Urteil v. 28.1.2026 – VIII ZR 228/23) hat ganz aktuell entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung nicht mit Gewinn untervermieten darf; tut er es trotzdem, riskiert er eine Kündigung und Räumungsklage des Vermieters. Worum ging es im Streitfall? Ein Mieter hatte in Berlin seine Zweizimmerwohnung mit 65 Quadratmetern für 962 Euro/Monat während seines Auslandaufenthalts voll möbliert und technisch voll ausgestattet untervermietet – oberhalb der geltenden Mietpreisbremse. Er selbst zahlte anfangs eine Nettokaltmiete von 460 Euro. Die Vermieterin kündigte ihm daraufhin nach Abmahnung den Mietvertrag. Die anschließende Räumungsklage der Vermieterin wies das AG Berlin-Charlottenburg zunächst ab, das LG Berlin II...

26. Januar 2026

Die Bundesregierung will mit einem weiteren Gesetzentwurf mit dem Wegfall insbesondere von Berichtspflichten den Bürokratierückbau weiter vorantreiben (BT-Drs. 21/3740). Worum geht es und wie ist das zu bewerten? Hintergrund Mit dem unter der Ampelregierung verabschiedeten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) wurden Wirtschaft und Verwaltung ab 1.1.2025 in mehr als 60 Regelungsbereichen um jährlich 944 Mio. Euro entlastet, um weitere 420 Mio. Euro/Jahr durch den Abbau von Berichts- und Mitteilungspflichten durch die Bürokratieentlastungsverordnung (BEV). Im Koalitionsvertrag 2025 haben auch die neuen Regierungsparteien einen ausgesprochenen Arbeitsschwerpunkt mit Maßnahmen des Bürokratierückbaus vereinbart. Mit der vom Bundeskabinett am 1.10.2025 beschlossenen Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung hat die Bundesregierung...

22. Januar 2026

Die Bundesregierung will nach Mitteilung vom 19.1.2026 den Kauf neuer Elektrofahrzeuge ab 1.1.2026 mit einer Prämie in Höhe von bis zu 6.000 Euro fördern. Das Konzept sieht eine sozial gestaffelte Förderung beim Kauf und Leasing von E-Autos vor. Hintergrund Wir erinnern uns: Ende 2023 stellte die damalige Ampel-Koalition abrupt den sog. Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der damalige Umweltbonus betrug bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte die Automobilhersteller tragen mussten. Die Prämie wäre ab 2024 auf 3.000 Euro gesunken, das Förderprogramm Ende 2024 vollständig ausgelaufen. Folge der abrupten Streichung der Prämie war ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen an neuen...

21. Januar 2026

Am 14.1.2026 hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) diskutiert. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Änderungen der entsprechenden EU-Richtlinie CSDDD umgesetzt und deutsche Unternehmen spürbar von Sorgfalts- und Berichtspflichten entlastet werden. Hintergrund Über die bürokratischen Belastungen für Unternehmen und Kritik am deutschen LKSG  habe ich im Blog wiederholt berichtet. Nachfolgend hat sich auch die EU entschlossen, die Belastungen von europäischen Unternehmen in Lieferketten zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen deutlich zu entschärfen: Zunächst wurde die die Frist zur Umsetzung der 2024 in Kraft getretenen Corporate Sustainability Due Diligence Directive – CSDDD bis 2027 verlängert, Ende 2025 wurde die...

20. Januar 2026

Die Entrüstung vieler EEP-Empfänger über die EEP-Steuerpflicht ebbt nicht ab: Aktuell hat das FG Sachsen in drei Verfahren von Rentnern die Steuerbarkeit der EEP bestätigt; aber jetzt hat der BFH das letzte Wort. Hintergrund Als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine kam es (auch) in Deutschland zu einem erheblichen Energiekostenanstieg, auf den der Gesetzgeber mit Entlastungmaßnahmen für Wirtschaft und Bürger reagiert hat. Nach der vom Gesetzgeber mit dem Steuerentlastungsgesetz vom 23.5.2022 beschlossenen einmaligen steuerpflichtigen Energiekostenpauschale (EEP) von 300 Euro und der Ausweitung der EEP für Rentner und Versorgungsempfänger (Rentenbeziehende-Energiepreispauschalengesetz – RentEPPG) hat der Bund mit dem EPPSG vom 16.1.2022...

12. Januar 2026

Die Geringfügigkeitsgrenze ist zum 1.1.2026 von 556 € auf 603 € Brutto/Monat angehoben worden. Was bedeutet das für Minijobber und Midijobber? Hintergrund: Anstieg des Mindestlohns zum 1.1.2026 Minijobs sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern vor allem wegen der damit verbundenen Flexibilität beliebt. Teil dieser Flexibilität ist es, dass die monatliche Verdienstgrenze des Minijobbers unter bestimmten Bedingungen überschritten werden darf, auch im Jahr 2026. Die Geringfügigkeitsschwelle bestimmt sich nach der Mindestlohnentwicklung. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1.1.2026 brutto 13,90 € je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde, ab 1.1.2027 dann brutto 14,60 €/Stunde. Die mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5.11.2025 beschlossene Anhebung beruht auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 27.6.2025,...

8. Januar 2026

Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...

7. Januar 2026

Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...

5. Januar 2026

42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...

5. Januar 2026

Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...

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