Corona-Pandemie beeinflusst Nachtragsberichte

Datum der Fertigstellung des Jahresabschlusses 2019 so entscheidend wie nie zuvor


Der Nachtragsbericht – wozu braucht es diesen eigentlich? Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist klar: Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Fertigstellung des Jahresabschlusses kann so einiges passieren. Auch wenn bei einem Fast Close nur wenige Wochen dazwischen liegen.

Wieso die Corona-Pandemie im Nachtragsbericht thematisiert wird

Es wurde schon zu Genüge diskutiert: Der Ausbruch der Pandemie fällt auf den März diesen Jahres und stellt damit ein Ereignis nach dem Bilanzstichtag dar, das im Abschluss des Vorjahres nicht mehr berücksichtigt wird. Zumindest bei der Bilanzierung und Bewertung.

Bei der Offenlegung von Informationen ist dies anders: Im Nachtragsbericht wird über genau solche Ereignisse wie den Ausbruch der Corona-Pandemie berichtet. Es handelt sich zwar um ein Ereignis, das erst nach Ablauf des Geschäftsjahres passiert ist. Allerdings hat sich dieses nicht nur vor der Fertigstellung des Jahresabschlusses ereignet, sondern ist auch von besonderer Bedeutung. Nur in diesem Fall muss nämlich darüber im Nachtragsbericht informiert werden.

Datum der Fertigstellung für Inhalt des Nachtragsberichtes entscheidend

Ein Blick in die veröffentlichten Jahresabschlüsse zeigt: Dem Datum der Fertigstellung des Jahresabschlusses kommt in diesem Jahr eine entscheidende Bedeutung zu. In den im Januar und Februar fertiggestellten Berichten war die Pandemie noch nicht weltweit ausgebrochen. Die gravierenden Auswirkungen zeigen sich erst bei der Fertigstellung der Abschlüsse im März diesen Jahres.

Es zeigt sich auch: Bei einigen Berichten kam die Pandemie-Erklärung dazwischen. Bereits fertiggestellte Lageberichte wurden um entsprechende Anmerkungen ergänzt. Die Abschlussersteller sind keinesfalls zu beneiden. Auch schwebt die Unsicherheit bezüglich des Brexits immer noch herum. Anders als beim Corona-Virus hätte man für dieses Jahr eher bei diesem Thema die Herausforderung für die Abschlussersteller gesehen.

In meinem aktuellen Beitrag zum Thema Nachtragsberichte in der Zeitschrift StuB stelle ich nicht nur die theoretischen Hintergründe des Nachtragsberichtes vor, sondern auch einige Praxisbeispiele. Diese verdeutlichen die Besonderheiten der Inhalte der Nachtragsberichte in Abhängigkeit des Datums der Fertigstellung des Jahresabschlusses.

Fazit:

Langeweile kommt in den Jahresabschlüssen so schnell nicht auf. Corona-Pandemie, Brexit und Co. werden die Abschlussersteller noch weiter mit genügend Arbeit versorgen.

Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag:
Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf den Nachtragsbericht, StuB 10/2020 S. 377 (für Abonnenten kostenfrei)

 

 

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