Serie Bilanzskandale: Wer ist der typische Bilanzfälscher?

Wer verbirgt sich hinter dem Bilanzfälscher? Kein klassischer Straftäter. Es handelt sich oftmals um Personen des Top-Managements in Unternehmen, da sie eher die Gelegenheit zu Manipulationen haben, als die Mitarbeiter unter ihnen. Daneben müssen weitere „Rahmenbedingungen“ vorliegen, um solche Taten zu begünstigen.

Bei Bilanzfälschern handelt es sich in den meisten Fällen, die in der Vergangenheit aufgedeckt wurden, um Ersttäter ohne kriminelle Vergangenheit. Oftmals genießen sie einen hohen sozialen Status und haben eine entsprechende gesellschaftliche Anerkennung. Auch verfügen sie häufig über ein Unrechtsbewusstsein, können die Tat jedoch vor sich selbst rechtfertigen.

Der folgende Beitrag zeigt auffällige Verhaltensweisen sowie das sog. Fraud Triangle der Wirtschaftskriminalität. Wie die Täter an den Manipulationen gehindert werden können, wird abschließend diskutiert. Weiterlesen

Ende der Nutzungsdauer der AfA-Tabellen erreicht –Bürokratieentlastungsgesetz sieht kürzere Nutzungsdauern vor

Neue AfA-Tabellen bekommt das Land


Die Abschreibungstabellen werden überarbeitet. Nach knapp zwanzig Jahren gehören sie nun zum Alten Eisen und müssen erneuert werden. Mein Autorenkollege Prof. Dr. Franz Jürgen Marx wurde erhört. In seinem Beitrag vom August 2017 wünschte er sich neue AfA-Tabellen für das Land, keine neuen Männer, wie der abgewandelte Liedtext dies wünscht.

Auch bei der Finanzverwaltung ist mittlerweile angekommen, dass wir einen enormen technischen Fortschritt haben und Unternehmen daher ihre Investitionen auf die Digitalisierung sowie die Industrie 4.0 ausrichten. Schön, dass die Nachricht endlich durchgedrungen ist. Das hat ja ein Weilchen gedauert. Weiterlesen

Bürokratieentlastungsgesetz: Auch bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern gibt es Bewegung – zumindest eine kleine

Bürokratieentlastungsgesetz. Ein langer Name. Von der Idee her sehr wünschenswert. Auch bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern gibt es Bewegung. Ein rasantes Tempo, wenn man die letzte Änderung bedenkt. Doch leider wird die 1.000 €-Grenze nicht erneut angehoben.

Was das Bürokratieentlastungsgesetz vorsieht

Die Sofortabschreibung soll künftig nicht nur bis 800 EUR, sondern bis 1.000 EUR gelten. Eine wünschenswerte Anpassung. Jedoch wurde die Anhebung der 1.000 EUR zumindest um die Inflationsbereinigung in den letzten Jahrzehnten versäumt. Weiterlesen

Auslagerung von Teilen des Bestätigungsvermerkes – Drohender Qualitätsverlust?

Den Bestätigungsvermerk auslagern? Dieser wurde doch gerade erst um die sog. Key Audit Matters, die besonders wichtigen Prüfungsinhalte, ausgeweitet. Auf den ersten Blick erscheint die Auslagerung für mich eher befremdlich.

Beim genaueren Hinsehen wird deutlich: Lediglich ein Teil der Ausführungen zur Verantwortung des Abschlussprüfers dürfen ausgelagert werden. Der IDW verlangt jedoch dazu entsprechende Angaben. Dabei muss auch auf die entsprechende URL, d.h. die genaue Webadresse des IDW verwiesen werden.

Fragen an das Institut der Wirtschaftsprüfer

Alles klar? Für mich als Nicht-Wirtschaftsprüferin keinesfalls. Dürfen die Tätigkeiten ausgelagert werden, auf die sich der Bestätigungsvermerk bezieht? Weiterlesen

Angaben zu Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsbericht – noch viel Luft nach oben bei den TecDAX-Unternehmen

Digitalisierung, Innovation, Industrie 4.0. Die Entwicklung neuer Produkte erfreut sich zunehmender Bedeutung. In den Geschäftsberichten spiegelt sich dies in Form der Forschungs- und Entwicklungskosten nieder. Zumindest nach IFRS besteht für die Entwicklungskosten eine Aktivierungspflicht – allerdings nur, wenn ein detaillierter Katalog an Kriterien erfüllt ist.

Aktivierung der Entwicklungskosten ist branchenabhängig

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass das Aktivierungsverhalten stark branchenabhängig ist. Weiterlesen

Digitalisierung der Hauptversammlung – digitale Abstimmungen sind noch Zukunftsmusik

Drahtseilakt zwischen Moderne und Altersstruktur der anwesenden Aktionäre


Abstimmung mit Zetteln. Bei der Teilnahme an einer Hauptversammlung im Jahr 2019 fühlt man sich in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Während auf dem Podium der Vorstand von der Umsetzung der Digitalisierung spricht, werden einige Zeit später von einem Mitarbeiterstab mit Stimmurnen die Stimmzettel der Aktionäre eingesammelt. Immerhin scheint die Auszählung nicht mehr wie bei der Gemeinderatswahl im Mai dieses Jahres noch manuell erfolgen zu müssen.

Abstimmung 4.0 – aber wie?

Als einer der Vertreter der Generation Y stelle ich mir eine moderne Abstimmung unter Verwendung des Smartphones vor. Ein paar Klicks in einer App, dann finale Überprüfungsmöglichkeit und ein Button „Abstimmen“. Dies würde auch nicht anwesenden Aktionären die Abstimmung ermöglichen. Weiterlesen

Aufsichtsräte sind falsch besetzt – harter Vorwurf oder Realität?

Der Titel klingt sehr provokant. Er stammt aus einem Artikel der FAZ vom 20. Mai. Ein erfahrender Aufsichtsrat wird sich dadurch vielleicht angegriffen fühlen. Ist denn nun plötzlich aufgrund der Digitalisierung die jahrzehntelange Erfahrung nichts mehr wert? Sollen nun ältere Aufsichtsräten jüngeren Platz machen? Betrachten wir das Thema im Einzelnen. Weiterlesen

Serie „Bilanzskandale“: Wie die Rechnungslegung Bilanzmanipulationen unattraktiv machen kann

Bei den jüngsten Bilanzskandalen stellt sich immer wieder die Frage, warum diese so lange unentdeckt blieben. Auch wenn die geltenden Rechnungslegungsregeln diese offenbar nicht verhindern konnten, gibt es einige Punkte, Bilanzmanipulationen zu erschweren. Wenn die Gefahr der Aufdeckung steigt, wird das Manipulieren unattraktiver. Der folgende Beitrag stellt zwei Möglichkeiten dar, die neben der Digitalisierung zu einer höheren Hürde für Bilanzfälscher beitragen können. Weiterlesen

Berichterstattung for Future – Herausforderungen für Unternehmen

Nachhaltigkeit, Klimawandel, Schülerstreiks. Diese Begriffe findet man derzeit fast in jeder Tageszeitung wieder. Es ist so langsam in den Köpfen angekommen: Wir können dauerhaft nicht so weitermachen wie bisher. Dies gilt übrigens nicht nur für den Ressourcenverbrauch, sondern auch für die Staatsverschuldung. Aber das ist eine andere Großbaustelle.

Reform des Deutschen Corporate Governance Kodex

Derzeit wird der Deutsche Corporate Governance Kodex überarbeitet. Eines der zentralen Themen ist die Vorstandsvergütung. Die Zielsetzung liegt zunehmend auf variablen Vergütungsbestandteilen, die sich an langfristigen Erfolgskriterien des Unternehmens orientieren. Weiterlesen

Stimmrechtsabgabe 4.0 – Investorenportale sind leider noch eine Seltenheit

Der Wonnemonat Mai ist nicht nur ein Frühlingsmonat, mit dem man Spargel und Erdbeeren verbindet, sondern vor allem auch der Hauptversammlungs-Monat. Das bedeutet für viele Aktionäre immer noch viel Post: Schreiben mit der Einladung zur Hauptversammlung inklusive Tagesordnung und ggf. der Möglichkeit der Briefwahl. So viel Papier – und das in Zeiten der Digitalisierung. Weiterlesen