Autor: Dr. Carola Rinker
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Veränderung der Berichterstattung zwischen 2015 und 2016 am Beispiel der F&E-Kosten Die Geschäftsberichte wurden in den letzten Jahren immer umfangreicher frei nach dem Motto „Mehr ist besser“. Siemens hat mit der radikalen Kürzung des Geschäftsberichtes 2015 den Weg Richtung Verschlankung der Berichterstattung eingeschlagen. Der erste „entschlackte“ Geschäftsbericht bedeutet für die betroffenen Mitarbeiter vor allem eines: Viel Arbeit – für den ersten „neuen“ Bericht. In den folgenden Jahren werden sie jedoch (hoffentlich) eine erhebliche Arbeitserleichterung spüren. Denn ein kürzerer Bericht erfordert weniger Korrekturarbeiten, weniger überflüssige Informationen wie beispielsweise aktuelle Fotos der Vorstandsmitglieder. Bei Volkswagen hat der Bericht 2016 um ca. 17...
Auf geht’s zur Nachhilfe bei Timotheus Höttges: Was Redner von ihm lernen können Kennen Sie Timotheus Höttges? Er ist nicht nur Vorstand der Deutschen Telekom, sondern auch Gewinner des Rhetorik-Rankings der diesjährigen Hauptversammlungs-Saison. Herr Höttges wird in dem Artikel des Handelsblattes, das die Ergebnisse des Rankings vorstellt, hochgelobt. Neugierig schaue ich mir eine Rede der Hauptversammlung von 2014 auf youtube an. Sie überzeugt. Das Lob ist gerechtfertigt, die Autorin hat nicht übertrieben. Doch soll dieser Artikel keinesfalls nur Lobeshymnen enthalten. Vielmehr möchte ich folgendes Problem diskutieren: Bei Hauptversammlungen verstecken sich die Redner oft hinter langen Worthülsen, komplizierten Satzkonstruktionen und Fachbegriffen....
Auch wenn Aktien derzeit gefragt sind, sollten sich börsennotierte Unternehmen darauf keinesfalls ausruhen. Es gibt noch einiges zu tun, um die Finanzmarktkommunikation zu verbessern. Denn schließlich will doch kein Unternehmen riskieren, aufgrund mangelhafter Kommunikation mit (potenziellen) Investoren im Vergleich zur Konkurrenz schlecht da zu stehen. Der Handlungsdruck ist offenbar (noch) nicht groß genug. Es läuft ja.
Das Eigenkapital: Für alle Unternehmen wichtig, auch wenn diese nicht gewinnmaximierend arbeiten. Denn nur durch die Erzielung von Gewinnen oder zumindest des Erreichens der Kostendeckung wächst das Eigenkapital bzw. bleibt konstant. Je höher die Eigenkapitalquote, desto eher kann ein Unternehmen auch einen Orkan in Form einer mehrjährigen Finanzkrise überstehen. So weit so gut. Doch was ist, wenn das Eigenkapital schrumpft? Dann hilft nur noch Bilanzkosmetik. Zumindest vorübergehend. Das Eigenkapital kann ohne Zufluss durch neues Kapital dadurch erhöht werden, indem Fremdkapital in Eigenkapital umgewandelt wird. Unrealistisch? Nun, Air Berlin hält sich damit schon seit 2014 über Wasser.
Vergleichbarkeit der Prognosen ist ausbaufähig Die Nachhaltigkeitsberichterstattung hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch den Druck der Stakeholder haben Unternehmen vermehrt separate Nachhaltigkeitsberichte erstellt. Das Thema gewinnt nun durch die CSR-Richtlinie weiter an Bedeutung. Die Prognosen in den Berichten lassen bisher allerdings zu wünschen übrig. Die Investoren erachten diese in den seltensten Fällen als entscheidungsnützliche Information bei ihrer Anlageentscheidung. Immerhin wird durch die CSR-Richtlinie dem Wildwuchs der entstandenen Nachhaltigkeitsberichterstattung etwas Struktur und Vergleichbarkeit verschafft. Zumindest wollen wir mal hoffen, dass es so ist.
Wie Unternehmen die Berichterstattung für Investoren verbessern können Auf den ersten Blick wirkt der Titel wie ein Tippfehler: Forschung und Entwicklung soll sich nicht lohnen? Wenn ich meine Forschungsergebnisse in einem Satz zusammenfassen sollte, dann wäre dies der Titel dieses Blogartikels. Schauen wir uns den Ausgang der Untersuchung genauer an und welche Schlüsse börsennotierte Unternehmen daraus für ihre Berichterstattung ziehen können.
Aktionäre wollen bei der Hauptversammlung neuerdings mitreden Neuerdings nutzen die Aktionäre ihr Stimmrecht und äußern ihre Wut. Dies zeigt sich z.B. bei der Entlastung des Aufsichtsrats. Bei SAP beispielsweise wurde dieser mit einer knappen Mehrheit von 50,49 Prozent entlastet. Im Vergleich zu früheren Zeiten ist dieses Ergebnis aus Sicht des Unternehmens keinesfalls erfreulich. Sie werden sich daran gewöhnen müssen: Aktionäre, die ihrer Wut Luft machen sind keine Ausnahmeerscheinung mehr. Dies ist ein langfristiger Trend. Nicht nur die seitens des Managements gefürchteten aktivistischen Aktionäre melden sich zu Wort. Vor allem auch institutionelle Investoren diskutieren mit. Es wird auch langsam Zeit:
Wetter gut, alles gut! So hatte sicherlich der ein oder andere Besucher des Musikfestivals „Rock am Ring“ gedacht. Denn im letzten Jahr musste das beliebte Festival aufgrund eines Blitzeinschlages abgebrochen werden. Dieses Jahr hat den Musikfans leider eine noch viel schlimmere Meldung die Laune verdorben: eine Terrorwarnung. Ich hatte gehofft, zum Thema „neue Risiken für Unternehmen“ keine Fortsetzung schreiben zu „müssen“. Dies ist nun leider eingetroffen. Die Dimension von Terrorwarnungen ist in unserem Alltag angekommen. Insbesondere für Unternehmen, die Großveranstaltungen durchführen, steigen durch solche Ereignisse die Risiken immens. Welcher Versicherer wird und vor allem kann solch ein Risiko denn noch...
Wie börsennotierte Unternehmen dank IFRS ihre Bilanzen schönen Das alte Thema: Goodwill. Seit mehr als zehn Jahren wird dieser nach IFRS nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Das ist der Grund allen „Übels“. Im HGB muss ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig abgeschrieben werden. Doch warum ist dies so problematisch?
Kaum geforscht, aber dafür eine hohe Dividende an die Aktionäre ausgezahlt Die SolarWorld AG hat Insolvenz angemeldet. Eine unschöne Sache. Seither wird in den Medien darüber diskutiert, wer denn der „Schuldige“ ist. Die Solarindustrie hatte vor einigen Jahren noch von hohen Subventionen profitiert. Hat daher der Drang nach Innovationen nachgelassen? Zumindest wird dies dem Vorstand vorgeworfen. Andererseits kritisierte dieser, dass die Dumpingpreise chinesischer Hersteller von Solarzellen zu einer Wettbewerbsverzerrung führten und das Unternehmen daher in Schwierigkeiten geriet.
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