Am 16.10.2026 hat sich der Bundesrat erstmals mit dem Regierungsentwurf für ein Einkommensteuer-ReformG 2027 (EStRefG 27) befasst – und fordert deutliche Nachbesserungen. Hintergrund Ich habe unlängst im Blog berichtet: Auf Initiative der Bundesregierung hat vor Kurzem der Bundestag in erster Lesung das EStRefG 27 behandelt, mit dem vor allem Steuerbürger weiter entlastet werden sollen. Hierzu zählen vor allem höhere Grund- und Kinderfreibeträge, die Anhebung des Kindergeldes aber auch ein höherer Reichensteuersatz als Gegenfinanzierung. Bundesrat sieht Nachbesserungsbedarf Die Fachausschüsse des Bundesrates fordern in ihren Empfehlungen in einigen Punkte des Regierungsentwurfs deutliche Nachbesserungen; der Bundesrat ist nun den Ausschussempfehlungen (BR-Drs. 507/1/26) am...
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Der Bundestag hat sich am 8.10.2026 in erster Lesung mit dem Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz (JStG) 2026 befasst und diesen an die Fachausschüsse zu weiteren Beratungen überwiesen. Was ist geplant und wer ist von den Änderungen betroffen? Hintergrund zum Jahressteuergesetz 2026 Jährlich grüßt das Murmeltier: In verschiedenen Bereichen des deutschen Steuerrechts ergibt sich regelmäßig ein Anpassungsbedarf auch in der Steuergesetzgebung. Dies betrifft insbesondere notwendige Anpassungen an EU-Recht und EuGH-Rechtsprechung sowie Reaktionen auf Rechtsprechung des BVerfG und des BFH. Daneben besteht ein Erfordernis zur Regelung von Verfahrens- und Zuständigkeitsfragen, Folgeänderungen, Anpassungen aufgrund von vorangegangenen Gesetzesänderungen und Fehlerkorrekturen. Das Jahressteuergesetz (JStG) 2026...
Wachstum klingt erst einmal positiv. Mehr Projekte, höhere Investitionsvolumina, neue Gesellschaften. Gerade in der Immobilienbranche hat dieses Modell während der Niedrigzinsphase lange gut funktioniert. Aber starkes Wachstum ist kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob es aus eigener Ertrags- und Finanzkraft getragen wird oder nur so lange funktioniert, wie ständig neues Kapital zufließt. Auf einen besonders eindrücklichen Fall bin ich vor kurzem in einem Handelsblatt-Bericht über die Immobiliengruppe Hedera Bauwert gestoßen. Zeitweise sollen am Unternehmenssitz 87 Gesellschaften aufgeführt gewesen sein. Gleichzeitig spielte hoch verzinstes Mezzanine-Kapital eine wichtige Rolle bei der Finanzierung. Der Fall ist außergewöhnlich. Die dahinterliegende Frage ist es nicht: Woran...
Am 7.10.2026 hat die Bundesregierung den BMAS-Entwurf für eine Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 beschlossen. Aufgrund der Lohnentwicklung werden die Sozialabgaben 2027 abermals steigen. Hintergrund Die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung ist eine Grundlage für die Anpassung der Sozialabgaben im Folgejahr. Die Verordnung wird auf Vorschlag des Bundesarbeits- und Sozialministeriums vom Bundeskabinett beschlossen und bedarf der Zustimmung des Bundesrates, bevor sie in Kraft treten kann. Steigen die Einkommen, werden auch die Grenzen und Bemessungswerte in der Sozialversicherung angepasst. Grundlage für die Festsetzung für das 2027 ist Lohn- und Gehaltsentwicklung im vorvergangenen Jahr, d.h. aktuell im Jahr 2025. Hier stiegen die Bruttolöhne in Deutschland durchschnittlich um 4,38 Prozent....
Seit dem 1.1.2020 werden bestimmte energetische Maßnahmen am Eigenheim über § 35c EStG steuerlich gefördert. Die Förderung verteilt sich auf drei Jahre. Im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr werden jeweils 7 Prozent der Aufwendungen, maximal 14.000 Euro jährlich, im dritten Jahr 6 Prozent der Aufwendungen, maximal 12.000 Euro, von der Steuerschuld abgezogen. Nun hat das FG Münster entschieden, dass ein Miteigentümer die Steuerermäßigung nach § 35c EStG aber nur in Höhe seines Miteigentumsanteils beanspruchen kann. Das gilt auch dann, wenn er die Kosten allein getragen und den größeren Teil des Hauses selbst bewohnt hat (FG...
Manchester City hat sportlich fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Meisterschaften, Pokale, Champions League. Doch derzeit geht es nicht um Tore, sondern um Zahlen – und um die Frage, ob ein Teil des sportlichen Erfolgs auf Finanzdaten beruhte, die besser aussahen als die wirtschaftliche Realität. Ende September hat eine unabhängige Kommission Manchester City wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen. Nach Angaben des Handelsblatts soll der Klub seine Einnahmen über Jahre um insgesamt rund 900 Millionen Pfund künstlich erhöht haben. Das Strafmaß steht noch aus. Im Raum stehen unter anderem massive Punktabzüge oder sogar der...
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