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14. Juli 2026

Aufwendungen von 5.900 Euro für die Teilnahme an einem Immobilien-Seminar können abziehbar sein. So lautet ein Urteil des FG Sachsen. Der BFH hat die Nichtzulassungsbeschwerde des Finanzamts gegen diese Entscheidung zurückgewiesen (FG Sachen, Urteil vom 1.10.2025, 5 K 14/25; BFH-Beschluss vom 25.2.2026, IX B 106/25). Der Sachverhalt in aller Kürze: Der Kläger vermietet mehrere Grundstücke, die er selbst verwaltet. Er machte in seiner Steuererklärung unter anderem Werbungskosten in Höhe von 5.900 Euro für das Seminar „Immocation Steuerclass” geltend. Hierin enthalten waren ein Videokurs zu verschiedenen Themen im Immobilienbereich (z.B. Abschreibung: Bemessungsgrundlage, Renovierung und Instandhaltung, Immobilienmodelle, Immobilie privat kaufen vs. in...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

13. Juli 2026

Mit dem am 11.6.2026 vom Bundestag beschlossenen „Gesetz zum Bürokratierückbau in der Gewerbeordnung und dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz sowie anderer Rechtsvorschriften zur Aufhebung von Berichtspflichten“ schafft der Bundestag auch das „Nationale Heizungslabel“ ab. Wie ist das einzuordnen? Hintergrund Wir alle kennen Energielabels von Waschmaschinen, Kühlschränken oder Kühltruhen: Die Kennzeichnung des Energieverbrauchs gibt im Europäischen Wirtschaftsraum Auskunft über die Energieeffizienz von Elektrogeräten und weiteren Energieverbrauchern. Mit den Energielabels wird die Energieeffizienz von Produkten anhand klarer und verständlicher Farbeinstufungen abgebildet. Neben Angaben zur Energieeffizienz des Produkts liefern Energielabels auch Informationen über Lärm, Wasserverbrauch, Sturz- oder Wasserbeständigkeit, Reparierbarkeit und Haltbarkeit der Batterie, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher fundiertere...

10. Juli 2026

Das BVerfG hat am 9.7.2026 (2 BvE 2/26) Eilanträge gegen die parlamentarische Beratung des Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) zurückgewiesen, mit dem das von der früheren Ampelregierung auf den Weg gebrachte, aktuell geltende Gebäudeenergiegesetz – GEG (sog. Heizungsgesetz) in wesentlichen Eckpunkten novelliert werden soll. Wie ist das einzuordnen? Hintergrund Mit dem GModG will die schwarz-rote Koalition Kernpunkte des aktuellen GEG wieder kippen. Neben Wärmepumpe, Fernwärme, hybriden Heizungsmodellen und Biomasseheizung sollen weiterhin auch neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können, vorausgesetzt die brüten ab 1.1.2029 einen zunehmenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan. Für bestehende Heizungsanlagen soll von 2028 an eine Grüngasquote eingeführt werden. Fraktion...

10. Juli 2026

Am 30.6.2026 endete der zeitlich befristete Tankrabatt. Auch aktuell sind an den deutschen Tankstellen starke Preissprünge zu verzeichnen: Trotz oder gerade wegen der sog. 12-Uhr-Regel. Warum ist das so? Hintergrund Durch gesetzliche Änderung von § 68 EnergieStG wurden die Energiesteuern auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter gesenkt. Einschließlich des darauf entfallenden Anteils an der Umsatzsteuer ergibt sich daraus eine Senkung von rund 17 Cent pro Liter. Allerdings war diese Entlastung auf zwei Monate vom 1.5.2026 bis 30.6.2026 befristet und ist ausgelaufen. Die von der Bundesregierung geplante Entlastungsprämie in § 3 Nr.11 d EStG – gewissermaßen eine Kompensation...

10. Juli 2026

Als steuerliche Berater wissen wir, dass der Vorbehalt der Nachprüfung eine Änderung von Steuerbescheiden nur innerhalb der Festsetzungsfrist ermöglicht. Steuerlichen Laien dürfte das weniger geläufig sein, vor allem, wenn ihnen seitens des Finanzamts vielleicht sogar suggeriert wird, eine Änderung nach § 164 AO sei jederzeit möglich. Jedenfalls ist einem Ehepaar aus dem Bereich des FG Düsseldorf dieser Irrtum nun zum Verhängnis geworden. Es ging darum, dass die Eheleute Verluste aus Vermietung und Verpachtung nach einem jahrelangen Rechtsstreit um die Rückabwicklung eines Kaufvertrages nachträglich nicht abziehen konnten (FG Düsseldorf, Urteil vom 31.3.2026, 10 K 817/24 E). Der Sachverhalt in aller Kürze:...

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