Autor: Dr. Carola Rinker

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23. Juli 2026

Warum die Ablehnung eines Abschlussprüfers ein Warnsignal für Abschlussadressaten sein kann In einem aktuellen Fall lehnten 71,68 % der Aktionäre den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Ein außergewöhnliches Abstimmungsergebnis – und eines, das weit über die Frage hinausgeht, wer künftig den Jahresabschluss prüft. Die Wahl des Abschlussprüfers gehört auf Hauptversammlungen normalerweise zu den unspektakulärsten Tagesordnungspunkten. Die Beschlussvorschläge werden meist mit großer Mehrheit angenommen, häufig ohne nennenswerte Diskussion. Umso bemerkenswerter der aktuelle Fall: Mehr als 71 % der Aktionäre lehnten den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Besonders interessant ist dabei der Blick in das Vorjahr. Damals war derselbe Prüfer noch mit 99,69 % der Stimmen...

21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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23. Juli 2026

Warum die Ablehnung eines Abschlussprüfers ein Warnsignal für Abschlussadressaten sein kann In einem aktuellen Fall lehnten 71,68 % der Aktionäre den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Ein außergewöhnliches Abstimmungsergebnis – und eines, das weit über die Frage hinausgeht, wer künftig den Jahresabschluss prüft. Die Wahl des Abschlussprüfers gehört auf Hauptversammlungen normalerweise zu den unspektakulärsten Tagesordnungspunkten. Die Beschlussvorschläge werden meist mit großer Mehrheit angenommen, häufig ohne nennenswerte Diskussion. Umso bemerkenswerter der aktuelle Fall: Mehr als 71 % der Aktionäre lehnten den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Besonders interessant ist dabei der Blick in das Vorjahr. Damals war derselbe Prüfer noch mit 99,69 % der Stimmen...

21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

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Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

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Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

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14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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Autor: Dr. Carola Rinker

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  • Steuern
23. Juli 2026

Warum die Ablehnung eines Abschlussprüfers ein Warnsignal für Abschlussadressaten sein kann In einem aktuellen Fall lehnten 71,68 % der Aktionäre den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Ein außergewöhnliches Abstimmungsergebnis – und eines, das weit über die Frage hinausgeht, wer künftig den Jahresabschluss prüft. Die Wahl des Abschlussprüfers gehört auf Hauptversammlungen normalerweise zu den unspektakulärsten Tagesordnungspunkten. Die Beschlussvorschläge werden meist mit großer Mehrheit angenommen, häufig ohne nennenswerte Diskussion. Umso bemerkenswerter der aktuelle Fall: Mehr als 71 % der Aktionäre lehnten den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Besonders interessant ist dabei der Blick in das Vorjahr. Damals war derselbe Prüfer noch mit 99,69 % der Stimmen...

21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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23. Juli 2026

Warum die Ablehnung eines Abschlussprüfers ein Warnsignal für Abschlussadressaten sein kann In einem aktuellen Fall lehnten 71,68 % der Aktionäre den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Ein außergewöhnliches Abstimmungsergebnis – und eines, das weit über die Frage hinausgeht, wer künftig den Jahresabschluss prüft. Die Wahl des Abschlussprüfers gehört auf Hauptversammlungen normalerweise zu den unspektakulärsten Tagesordnungspunkten. Die Beschlussvorschläge werden meist mit großer Mehrheit angenommen, häufig ohne nennenswerte Diskussion. Umso bemerkenswerter der aktuelle Fall: Mehr als 71 % der Aktionäre lehnten den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Besonders interessant ist dabei der Blick in das Vorjahr. Damals war derselbe Prüfer noch mit 99,69 % der Stimmen...

21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

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3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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Autor: Dr. Carola Rinker

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23. Juli 2026

Warum die Ablehnung eines Abschlussprüfers ein Warnsignal für Abschlussadressaten sein kann In einem aktuellen Fall lehnten 71,68 % der Aktionäre den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Ein außergewöhnliches Abstimmungsergebnis – und eines, das weit über die Frage hinausgeht, wer künftig den Jahresabschluss prüft. Die Wahl des Abschlussprüfers gehört auf Hauptversammlungen normalerweise zu den unspektakulärsten Tagesordnungspunkten. Die Beschlussvorschläge werden meist mit großer Mehrheit angenommen, häufig ohne nennenswerte Diskussion. Umso bemerkenswerter der aktuelle Fall: Mehr als 71 % der Aktionäre lehnten den vorgeschlagenen Abschlussprüfer ab. Besonders interessant ist dabei der Blick in das Vorjahr. Damals war derselbe Prüfer noch mit 99,69 % der Stimmen...

21. Juli 2026

Der Projektentwickler CV Real Estate sorgt derzeit mit Restrukturierung, offenen Forderungen und einer strategischen Neuausrichtung für Schlagzeilen. Fast übersehen wird dabei eine andere Meldung: Nach Recherchen des Handelsblatts war der Aufsichtsrat der Gesellschaft über Monate hinweg nicht besetzt. Das Registergericht hatte die Gesellschaft bereits angemahnt und Zwangsgelder angedroht. Erst auf einer Hauptversammlung Anfang April 2026 sollten neue Aufsichtsräte bestellt werden. Auf den ersten Blick wirkt dies wie eine juristische Formalie. Tatsächlich wirft ein über längere Zeit unbesetzter Aufsichtsrat jedoch Fragen auf, die interessant sind.

16. Juli 2026

Als würde der Koch die Küche verlassen, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Stellen Sie sich vor, ein Koch verlässt die Küche, obwohl das Essen noch auf dem Herd steht. Er teilt seinen Gästen lediglich mit: „Mit dem Hauptgericht stimmt etwas nicht.“ Ob das Fleisch nicht gar ist, die Soße angebrannt oder lediglich etwas zu stark gewürzt wurde, erfahren die Gäste nicht. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt die aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zum Konzernabschluss 2022 der Nagarro SE. Die BaFin benennt mehrere Verstöße gegen die IFRS-Rechnungslegung. Besonders ins Auge fallen dabei die Beanstandungen rund um die Umsatzerlöse. Drei Fehler...

16. Juli 2026

Warum gute Unternehmensberichterstattung mehr ist als korrekte Zahlen Die BaFin hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro verhängt. Der Grund wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär: Das Unternehmen hatte nicht mittels Hinweisbekanntmachung darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die Jahresfinanzinformationen für das Geschäftsjahr 2024 öffentlich zugänglich waren. Die spontane Reaktion vieler Praktiker dürfte lauten: Muss sich die Finanzaufsicht wirklich mit solchen Formalien beschäftigen? Schließlich geht es weder um Bilanzmanipulationen noch um fehlerhafte Bewertungen oder unzutreffende Gewinnangaben. Die Jahresfinanzinformationen waren veröffentlicht. Beanstandet wurde vielmehr die Art und Weise, wie auf diese...

14. Juli 2026

Die meisten Anleger kennen das Spiel. Der Geschäftsbericht erscheint, der Abschlussprüfer erteilt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und viele Leser ziehen daraus einen einfachen Schluss: Dann wird die Bilanz wohl stimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Aktuell zeigt das ein Fall aus der Finanzbranche. Die BaFin untersucht die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen bei der DekaBank. Gleichzeitig hat die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS ein Vorermittlungsverfahren gegen den Abschlussprüfer Deloitte eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs den Vorgaben der IFRS entspricht und welche Schlussfolgerungen der Abschlussprüfer daraus gezogen hat. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was bedeutet...

6. Juli 2026

Viele Leser von Geschäftsberichten kennen die BaFin. Die Behörde sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, wenn sie Bilanzierungsfehler feststellt oder Unternehmen einer Bilanzkontrolle unterzieht. Deutlich weniger bekannt ist dagegen eine andere Institution: die Abschlussprüferaufsichtsstelle, kurz APAS. Dabei taucht ihr Name immer häufiger in den Medien auf. Aktuell berichtet die Presse über ein Vorermittlungsverfahren der APAS gegen Deloitte im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses der DekaBank. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Bilanzierung eines aktivierten Steueranspruchs, sondern auch die Frage, ob der Abschlussprüfer seine Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt hat. Der Fall wirft eine spannende Frage auf: Warum rückt die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer zunehmend...

3. Juli 2026

Warum sich der Blick in den Bestätigungsvermerk wieder einmal gelohnt hätte Die BaFin hat angekündigt, den Konzernabschluss 2024 der pferdewetten.de AG zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie die Werthaltigkeit von Anzahlungen. Wer diese Meldung liest, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Finanzaufsicht hier erstmals auf mögliche Problemfelder aufmerksam geworden ist. Tatsächlich gab es jedoch bereits Wochen zuvor deutliche Hinweise – und zwar dort, wo viele Leser eines Geschäftsberichts viel zu selten hinschauen: im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Kein Streit über Bilanzierung – sondern fehlende Prüfungsnachweise Besonders interessant ist, dass der Abschlussprüfer kein uneingeschränktes Testat...

2. Juli 2026

Was Wandelinstrumente mit wichtigen Kennzahlen machen Wer einen Jahresabschluss analysiert, freut sich zunächst über eine steigende Eigenkapitalquote. Schließlich gilt sie als wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Sinkt gleichzeitig der Verschuldungsgrad, scheint die Entwicklung perfekt. Doch nicht jede Verbesserung einer Kennzahl ist das Ergebnis einer besseren Unternehmensentwicklung. Ein aktueller Fall zeigt dies anschaulich: Durch die Wandlung eines Finanzierungsinstruments entstehen Millionen neuer Aktien. Gleichzeitig verschwinden erhebliche Verbindlichkeiten aus der Bilanz. Die Eigenkapitalquote steigt, die Verschuldung sinkt und die Bilanz wirkt auf den ersten Blick deutlich robuster. Die spannende Frage lautet jedoch: Hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens tatsächlich...

30. Juni 2026

Der eigentliche Streit auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vonovia drehte sich nicht um Immobilien. Er drehte sich um Kontrolle. Während das Management den eingeschlagenen Kurs des Schuldenabbaus erläuterte und den Blick auf die künftige Entwicklung des Konzerns richtete, stellten mehrere institutionelle Investoren eine andere Frage: Hat der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion in den vergangenen Jahren ausreichend kritisch wahrgenommen? Kritisiert wurden unter anderem die hohe Abfindung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie die lange Amtsdauer einzelner Aufsichtsratsmitglieder. Die DWS kündigte sogar an, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Fall Vonovia ist dabei weit mehr als eine Diskussion über einzelne Personalien. Er lenkt den...

29. Juni 2026

Wenn ein einzelner Bilanzposten rund drei Viertel der Bilanzsumme ausmacht, lohnt ein genauer Blick. Genau dazu gibt eine aktuelle Fehlerfeststellung der BaFin zur TC Unterhaltungselektronik AG Anlass. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das in der Bilanzanalyse häufig unterschätzt wird: das wirtschaftliche Eigentum. Nach Auffassung der BaFin hatte die TC Unterhaltungselektronik AG Kryptowerte in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro aktiviert, obwohl diese dem Unternehmen wirtschaftlich nicht zuzurechnen waren. Die beanstandeten Kryptowerte machten rund 74 % der Bilanzsumme aus. Darüber hinaus stellte die BaFin fest, dass ein Steuererstattungsanspruch ausgewiesen wurde, obwohl nach ihrer Einschätzung tatsächlich eine Steuerverbindlichkeit bestand. Die Fehlerfeststellung...

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