Für den Laien mögen Bezeichnungen wie „zu Beginn des 31.12.“, „zum 31.12., 24.00 Uhr“ oder „zum 1.1., 0.00 Uhr“ unerheblich sein, so dass ihnen mitunter nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Doch steuerlich können sie enorme Auswirkungen haben. Dies beweist folgendes BFH-Urteil: Hat eine Kapitalgesellschaft ihren gesamten Grundbesitz einen Tag vor Ablauf des Erhebungszeitraums („zu Beginn des 31.12.“) veräußert, kann sie die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht in Anspruch nehmen, da sie in diesem Fall nicht ausschließlich grundstücksverwaltend tätig war (BFH-Urteil vom 17.10.2024, III R 1/23). Der Sachverhalt: Eine GmbH, die – eigentlich –...
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Die Porsche Holding präsentiert ihren Geschäftsbericht für 2024 – und die Zahlen sorgen für Aufsehen. Nach einem Rekordjahr 2023 folgt nun ein drastischer Einbruch, der Anleger und Marktbeobachter gleichermaßen ins Grübeln bringt. Doch hinter den roten Zahlen verbirgt sich mehr als nur schlechte Nachrichten. Ein genauer Blick auf die Ergebnisse zeigt, warum Cashflow manchmal wichtiger ist als Gewinn – und welche Herausforderungen das Unternehmen in Zukunft meistern muss. Ein Blick in die aktuellen Zahlen Der Umsatz stieg 2024 auf 2,3 Milliarden € und lag damit knapp 3 % über dem Vorjahreswert. Allerdings bleibt das Wachstum hinter den eigenen Prognosen und...
Die Corona-Hilfen sollten Unternehmen durch die Krise bringen. Für viele funktionierte das – doch bei der Rückabwicklung zeigt sich: Die Regelungen waren oft nicht auf die Realität mittelständischer Betriebe zugeschnitten. Besonders hybride Geschäftsmodelle und Familienunternehmen geraten ins Visier der Behörden – teils mit überraschenden Folgen. Praxisbeispiel: Online floriert, stationär verliert Ein Einzelunternehmer betreibt ein klassisches Reisebüro, ein Geschäftsmodell, das in der Pandemie besonders hart getroffen wurde. Dementsprechend hat er Überbrückungshilfe beantragt und erhalten. Doch nebenbei betreibt er auch einen Online-Shop für Kosmetikartikel. Während der stationäre Betrieb durch Lockdowns stillstand, explodierten die Umsätze im Online-Handel – in Summe kein Umsatzeinbruch. Die...
Der Bundesrat will mit einem neuen Gesetzentwurf (BR-Drs. 21/17 v. 2.4.2025) die gesetzliche Mietpreisbremse (§ 556d BGB) um weitere fünf Jahre verlängern. Jetzt ist der Bundestag am Zug. Worum geht es? Der Wohnungsmarkt mit bezahlbarem Wohnraum ist bundesweit unverändert angespannt, vor allem in Ballungslagen. Der Gesetzgeber hat hierauf mit der sog. Mietpreisbremse reagiert, deren Befristung allerdings nach aktueller Rechtslage am 31.12.2025 abläuft – ich habe wiederholt im Blog berichtet. Ein entsprechender Gesetzentwurf der (alten) Ampelregierung wurde in der alten Legislatur nicht mehr verabschiedet. Bundesrat leitet Gesetzgebungsverfahren ein Nach Art.76 Abs. 1 GG können Gesetzentwürfe von der Bundesregierung, aus der Mitte...
Sport trifft auf Business: Adidas macht 2024 klar, dass im Spiel um globale Compliance-Regeln keine Gelben Karten mehr verteilt werden. Der Konzern zeigt im aktuellen Geschäftsbericht, wie er mit explodierenden Meldungen von Verstößen (1.260 Fälle – mehr als doppelt so viele wie 2023!) umgeht – und warum das kein Grund zur Panik, sondern Teil der Strategie ist. Die Zahlen hinter den Skandalen Adidas setzt 2024 auf Transparenz statt Vertuschung: 1.260 gemeldete Compliance-Verdachtsfälle (vgl. Geschäftsbericht 2024, S. 134) sprechen zunächst eine alarmierende Sprache. Doch der Konzern dreht den Spieß um: „Mehr Meldungen bedeuten mehr Vertrauen in unser System“, so die offizielle...
Nach dem bisherigen Verlauf der Koalitionsgespräche wollen Union und SPD das Deutschlandticket langfristig sichern: Die Fahrkarte soll zunächst weiterhin 58 Euro kosten, ab 2027 aber teurer werden. Deutschlandticket soll fortgesetzt werden Wie aus einem von mehreren Presseagenturen zitierten Papier der Arbeitsgruppe Verkehr im Rahmen der Koalitionsgespräche hervorgeht, soll das Deutschlandticket zum bisherigen Preis von 58 Euro im Monat in den Jahren 2025 bis 2026 Bestand haben. Das bedeutet, es soll in diesen beiden Jahren keine Preiserhöhung geben. Aber: Ab 2027 soll laut Papier der Anteil der Nutzerfinanzierung „schrittweise und sozialverträglich“ erhöht werden. Über die Kosten des Tickets entscheiden die Länder. Ein...
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