Alle Jahre wieder…aber nicht mehr in diesem Jahr – zumindest nicht von der DPR. Denn durch das am 20. Mai 2021 beschlossene Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) wird die DPR ab dem 1. Januar 2022 Geschichte sein. Inwieweit die Bafin künftig Prüfungsschwerpunkte veröffentlichen wird, wird sich zeigen. Die DPR hatte bisher immer die Prüfungsschwerpunkte der ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) übernommen und eigene Schwerpunkte für die Prüfungen im Folgejahr festgelegt. Ende Oktober hat die ESMA diese üblicherweise veröffentlicht. Auswirkungen der Corona-Pandemie Wenig überraschend ist der Fokus auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie als einer der Prüfungsschwerpunkte für das kommende Jahr....
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Die Anforderungen an die Abschlussprüfer steigen und steigen. Neben der Digitalisierung spielt auch das Thema Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten eine immer größere Rolle. Eine Pflicht zur Prüfung der Nachhaltigkeitsberichte durch den Abschlussprüfer gibt es erst ab 2023 für alle Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen müssen. Noch ist etwas Zeit. Doch 2023 kommt schneller als man denkt. Mittlerweile haben auch einige Wirtschaftsprüfer begonnen, hier eine besondere Expertise aufzubauen: Die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten. Bisher ist dies noch freiwillig, wird aber teilweise von Unternehmen genutzt. Überlegungen zur Fachweiterbildung Durch die steigenden Anforderungen an den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer stelle ich mir immer wieder die Frage,...
November – bisher war dies immer der Monat, in dem die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihre Prüfungsschwerpunkte für das kommende Jahr veröffentlichte. Doch zumindest für die DPR hat sich diese Aufgabe dieses Jahr erübrigt., denn Sie ist ab dem 1. Januar 2022 Geschichte. Noch ist unklar, ob auch die Bafin künftig die Prüfungsschwerpunkte vorab veröffentlichen wird. Es ist davon auszugehen, dass die Bafin als „Nachfolgerin“ der DPR die ESMA-Richtlinien ebenfalls umsetzen wird. Die DPR hatte zu den Prüfungsschwerpunkten auf europäischer Ebene immer auch eigene nationale Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Es ist derzeit noch abzuwarten, inwieweit die Bafin diese Vorgehensweise künftig fortsetzen...
Ein ineffizientes bzw. nicht funktionierendes Internes Kontrollsystem erleichtert Bilanzmanipulationen. Undenkbar ist hier beispielsweise die rückwirkende Einholung der Zustimmung durch den Aufsichtsrat eines zustimmungspflichtigen Darlehens, das bereits ausgezahlt wurde. Undenkbar? Spätestens seit Ende Juni 2020 – dem Zusammenbruch des ehemaligen DAX-Konzerns Wirecard – ist klar: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Mit einer mangelhaften Corporate Governance, einem fehlenden Prüfungsausschuss war in der Vergangenheit der Aufstieg in den DAX möglich. Ein Beitrag von: Dr. Carola Rinker Vertretungsprofessorin an der DHBW Lörrach im Studiengang BWL (Finanzdienstleistungen) Diplom-Volkswirtin Fachbuchautorin und Referentin mit dem Schwerpunkt Bilanzanalyse, Bilanzkosmetik und Bilanzforensik Sachverständige im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des...
Die Zusammenarbeit zwischen dem Abschlussprüfer und dem Prüfungsausschuss wird sich durch das FISG verändern. Es wurde nun gesetzlich klargestellt, dass der Aufsichtsrat auch die Qualität der Abschlussprüfung beurteilen muss. Dadurch kommt dieser Aufgabe des Aufsichtsrates eine größere Bedeutung zu. Doch diese stellt den Aufsichtsrat vor einige Herausforderungen. Fragen an den Abschlussprüfer Der Prüfungsausschuss – der künftig bei Unternehmen von öffentlichem Interesse zwingend eingerichtet werden muss – stimmt mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte ab. Doch wenn es um die Beurteilung der Qualität der erfolgten Abschlussprüfung geht, stellen sich für den Aufsichtsrat einige Fragen: Ein Beitrag von: Dr. Carola Rinker Vertretungsprofessorin an...
Vor kurzem habe ich einen Vortrag auf dem Accounting Summit in Berlin zum Thema „Tatort Rechnungswesen – Kann Digitalisierung Bilanzfälschung verhindern?“ gehalten. Diese Frage muss ich leider mit einem klaren Nein beantworten. Doch Digitalisierung kann helfen, Manipulationen schneller aufzudecken. Sicherlich ist die Causa Wirecard kein Massenphänomen. Dennoch werden auch immer wieder in „kleinerem“ Stil Bilanzen manipuliert. Warum Prävention wichtig ist Sofern sich die Manipulationen zu einem größeren Skandal ausweiten, hat dies erhebliche negative Auswirkungen auf das Image des Unternehmens. Dies ist vergleichbar mit einem größeren Verstoß gegen Compliance-Vorschriften. Ein Beitrag von: Dr. Carola Rinker Vertretungsprofessorin an der DHBW Lörrach im...
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