Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv

Kategorie: Bilanzierung

  • All Posts
  • Allgemein
  • Bilanzierung
  • Recht
  • Steuern
20. März 2019

Geschäfts- oder Firmenwert, Rückstellungen und M&A-Transaktionen sind wichtige Prüfungsinhalte Der neue Bestätigungsvermerk ist da – und somit auch die ersten Geschäftsberichte. Zu Beginn der neuen Hauptversammlungs-Saison lohnt sich ein Blick in die ersten Berichte mit dem neuen Bestätigungsvermerk. Im Fokus steht der sog. Key Audit Matters (KAM). Er ist zwar nur ein Teil des neuen Bestätigungsvermerks, aber Dreh- und Angelpunkt der Reform. Im KAM müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse nun über Themen informieren, die bei der Abschlussprüfung von besonderem Belang waren.

18. März 2019

Das Warten hat ein Ende – der Steinhoff-Bericht von pwc ist endlich da Der Google-Alert läuft seit Freitag wieder heiß. Der lang ersehnte Bericht von pwc ist nach anderthalb Jahren da. Die Meldungen diverser Medien legen nahe: Hier handelt es sich um professionelle Bilanzfälscher. Umsatzerlöse und Gewinne aufgepumpt Wie in den meisten Fällen von Bilanzfälschungen wurden auch bei Steinhoff die Umsatzerlöse und Gewinne zu hoch ausgewiesen – Geschäfte sollen fingiert worden sein. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Offenbar wurden von den Fälschern auch entsprechende Belege rückdatiert, um die Manipulationen zu verdecken. Bei den manipulierten Transaktionen wird eine Summe von...

7. März 2019

Sofern es nicht zur „Verlängerung“ kommt, steht in Kürze der Brexit an. Einmal angenommen es kommt tatsächlich dazu, können sich je nach Art des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU unterschiedlich intensive Auswirkungen auf den Abschluss und Lagebericht ergeben. Sowohl der Abschlussprüfer wie auch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung werden ein Auge auf die angemessene Abbildung der Brexitfolgen schon im Abschluss und Lagebericht zum 31.12.2018, aber auch in späteren Abschlüssen und Lageberichten werfen.

5. März 2019

Die Berichterstattung wird digital – zumindest ab 2020 ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu erledigen, wie die veröffentlichten Berichte für das Jahr 2017 zeigen. Die Saison der Geschäftsberichte von 2018 steht noch aus. Aber nun der Reihe nach. Verpflichtung eines digitalen Geschäftsberichtes ab 2020 In der EU gilt ab 2020 die Pflicht für ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF – European Single Electronic Format). Die Bindungswirkung entsteht ab 2020, auch wenn dies noch nicht in nationales Recht übernommen wurde – so sieht es zumindest derzeit aus. Die EU-Kommission muss in diesem Jahr noch den Regulierungsstandard...

4. März 2019

Beim Start-up Elanix geht es derzeit turbulent zu. Der ehemalige Vorstand soll von dem Unternehmen wegen Untreue und Bilanzmanipulationen verklagt werden. So die Ad-hoc-Meldung vom 14. Februar 2019. Die Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen, die den Aktienkurs beeinflussen können, hat Elanix erfüllt. Wenn einem Unternehmen Korruption und Geldwäsche unterstellt werden, wirkt sich das kurzfristig auch negativ auf den Aktienkurs aus. Bei Vorwürfen von Bilanzmanipulationen ist dies deutlich heikler. Sobald diese öffentlich werden, glaubt niemand mehr den Mitteilungen über die Unternehmenszahlen. Denn woher will man den wissen, ob diese nicht auch manipuliert wurden?

3. März 2019

Bereits in vorlaufenden Blogs hatte ich mich mit Fragen der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16 befasst. Zur Erinnerung: Der Leasingnehmer entscheidet nach den neuen Regelungen nicht mehr, ob er wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjekts ist. Stattdessen bilanziert er in der Regel ein Nutzungsrecht („right-of-use“) am Leasingobjekt im Umfang seiner vertraglichen Ansprüche. Bilanzierungsobjekt ist nicht das Leasingobjekt, sondern das Recht zur Nutzung des Leasingobjekts. Die Serie zu IFRS 16 in lockerer Folge will ich heute mit der Frage fortsetzen, ob bestimmte vertragliche Vereinbarungen als eingebettete Derivate i.S. von IFRS 9 einer vom Leasingvertrag getrennten Bilanzierung unterliegen können.

28. Februar 2019

Freistaat Sachsen schaut in die Röhre Der Bilanzskandal um den Konzern der Hess AG im Schwarzwald wird derzeit gerichtlich aufgearbeitet. Der Schwarzwälder Bote berichtet am 9. Februar 2019 von einem Gerichtsurteil, in dem es um mutmaßlichen Subventionsbetrug ging. Ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Bilanzmanipulationen: Zuschüsse abgreifen – kein neues Phänomen Einer der Gründe für Bilanzmanipulationen ist das Abgreifen von Zuschüssen und Fördermitteln. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen entweder Bilanzen gefälscht oder verschleiert. An dieser Stelle eine kurze Begriffsabgrenzung: Bei Bilanzmanipulationen kann zwischen Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung unterschieden werden.

26. Februar 2019

Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV Die Insolvenz des Zwischenbuchhändlers KNV mit Sitz in Stuttgart lässt die Branche aufhorchen. KNV ist der wichtigste Buchlogistiker im deutschsprachigen Raum. Zumindest nach derzeitigem Stand. Das Unternehmen liefert flächendeckt und über Nacht Bücher. Buchhändler fürchten nun Lieferengpässe. Hohe Verluste in den Jahren 2014 – 2016 Gilt die Regel „too big to fail” in Zeiten der Digitalisierung, in denen sich immer mehr Unternehmen vor disruptiven Geschäftsmodellen fürchten, nicht mehr? Blicken wir in die Jahresabschlüsse des schwäbischen Unternehmens. Diese offenbaren: Selbst der wichtigste Buchlogistiker verbrennt Geld. Und das schon eine ganze Weile.

22. Februar 2019

Neuerdings müssen Unternehmen auch eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Sind damit alle Probleme beseitigt? Keineswegs. Auch wenn der Fokus dadurch zunehmend neben den finanziellen Informationen auf Themen wie Nachhaltigkeit und Co. liegt, bringt die neue Pflicht vor allem auch für den Aufsichtsrat neue Herausforderungen mit sich. Nichtfinanzielle Erklärung: Derzeit keine Prüfungspflicht Nach derzeitiger gesetzlicher Regelung muss der Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Ihm obliegt seitens des Gesetzgebers lediglich die Pflicht zu prüfen, ob der Bericht vorliegt – das ist bisher alles.

Vorherige Beiträge

End of Content.

ARCHIV

Archiv