Am 1.1.2026 ist das von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2025 als Teil des sog. Rentenpakets beschlossene Aktivrentengesetz in Kraft getreten, das Rentnern nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einem auf 2.000 Euro/Monat beschränkten Steuerfreibetrag attraktiver machen soll. Was ist dabei zu beachten? Aktivrente: Was ist das? Ein zentraler Bestandteil des Aktivrentengesetzes ist die Einführung eines Steuerfreibetrages für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) für Personen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und für die der Arbeitgeber weiter Sozialversicherungsbeiträge leistet (sogenannte „Aktivrente“). Der Begriff ist irreführend, weil es...
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Seit 1.1.2026 gilt ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde. Wer kann ihn beanspruchen, wer nicht und was ist sonst zu beachten? Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Seit 2015 gilt in Deutschland kraft Gesetzes (MiLoG, BGBl. 2014 I S. 1348) ein flächendeckender Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohns entscheidet ein Expertengremium, die sog. Mindestlohnkommission (§ 9 Abs.1 MiLoG). Am 29.10.2025 hat das Bundeskabinett die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung -MiloV beschlossen, die die Mindestlohnkommission im Juni 2025 empfohlen hatte. Damit wird der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 zunächst auf 13,90 Euro brutto je Zeitstunde angehoben und steigt in einem weiteren Schritt zum 1.1.2027 auf...
Die Konzern-GuV der Vivanco Gruppe GmbH (vormals: Vivanco Gruppe AG) für 2023 zeigt auf den ersten Blick nur einen kleinen Verlust – doch hinter den Zahlen steckt ein Schönrechnungs-Trick mit latenten Steuern. Die BaFin hat den Ansatz kritisiert. Ich erkläre, was genau passiert ist und warum für Anleger am Ende nur der Cashflow zählt. Was die BaFin moniert hat In der Konzern-GuV für 2023 sieht der Verlust auf den ersten Blick besser aus, als er tatsächlich war. Die ausgewiesenen 3,4 Mio. Euro lagen um 2,6 Mio. Euro zu niedrig. Der Grund: Auf steuerliche Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern von 2,0...
42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1.1.2026 den sog. Zusatzbeitrag angehoben, der nun im Durchschnitt 3,36 Prozent beträgt. Was bedeutet das für gesetzlich Krankenversicherte? Hintergrund Der Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem individuellen Zusatzbeitrag zusammen. Beide werden jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Der Zusatzbeitrag wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu fördern. Der Krankenkassen-Zusatzbeitrag hatte sich zum 1.1.2025 erhöht, für Rentner ab Ende März 2025 – ich habe dazu im Blog berichtet. Durch die Anhebung der Krankenversicherungs(zusatz)beiträge ist bereits 2025 die Sozialabgabenlast deutlich gestiegen, und zwar sowohl für...
Durch das Steueränderungsgesetz (StÄndG) 2025 wird mit Wirkung vom 1.1.2026 wieder (dauerhaft) der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen und Dienstleistungen eingeführt. Was gilt jetzt? Und welche Besonderheiten gab es in der Sylvesternacht? Änderung der Umsatzsteuer im Gastrobereich ab 1.1.2026 Mit Art. 4 Nr.2 StÄndG 2025 gilt ab 1.1.2026 wieder – der schon während der Corona-Pandemie befristet geltende – ermäßigte Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent auf die Speisenabgabe innerhalb von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (§ 12 Abs.2 Nr. 15 UStG. Die Regelung ist nicht zeitlich befristet, gilt also dauerhaft, soweit der Gesetzgeber keine abweichende Regelung trifft. Die Umsatzsteuerermäßigung gilt wie bisher nicht...
Sind die Aufwendungen für das verschreibungspflichtige Medikament Ozempic, auch als „Abnehmspritze“ bekannt, als außergewöhnliche Belastung berücksichtigungsfähig, wenn dies „nur“ wegen Adipositas verschrieben wurde? Mit dieser Frage muss sich der BFH in dem Verfahren mit dem Az. VI R 12/25 befassen. Vorausgegangen ist ein abschlägiges Urteil des FG Sachsen-Anhalt vom 18.6.2025 (1 K 776/24). Ein Beitrag von: Christian Herold Steuerberater in Herten/Westf. (www.herold-steuerrat.de) Autor zahlreicher Fachbeiträge Mitglied im Steuerrechtsausschuss des Steuerberaterverbandes Westfalen-Lippe Warum blogge ich hier? Als verantwortlicher Redakteur und Programmleiter zahlreicher Steuerfachzeitschriften, meiner früheren Tätigkeit in der Finanzverwaltung und meiner über 25-jährigen Arbeit als Steuerberater lerne ich das Steuerrecht...
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Beitragspflicht von Betriebsrenten auch bei Kapitalauszahlung – rechtens, aber nicht gerecht