Controlling verstehen … Nutzen erkennen!

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.” So soll es Gorbatschow seinerzeit zu Honecker gesagt haben. Was daraus geworden ist weiß man ja.

Um wichtige Entwicklungen nicht zu verschlafen gibt es die deutliche Empfehlung der Bundessteuerberaterkammer aus dem Jahre 2014 zum Thema “Steuerberatung 2020”. Sie regt nachdrücklich an, dass der Berufsstand seinen Mandanten Betriebswirtschaftliche Beratung, und insbesondere auch ein Controlling anbietet, um künftig wegfallende Umsätze im Bereich der “Vorbehaltsaufgaben” auszugleichen.

Nun besteht oft das Problem, den Mandanten von der Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit eines Controllings im Unternehmen zu überzeugen. Hier einige Argumentationshilfen. Weiterlesen

Der Steuerberater als Controller

Der Steuerberater als Controller… ist die BWA eine Alternative zu einem echten Controlling?

Stax 2012, Stax 2015 und jetzt Stax 2018, die Bundessteuerberaterkammer informiert in regelmäßigen Abständen über die Umsatzentwicklungen in den Geschäftsfeldern des Berufsstandes. Und da zeigt sich, dass das für Steuerberater so wichtige Geschäftsfeld “betriebswirtschaftliche Beratung” kommt nur langsam vorankommt.

Warum eigentlich? Wirbt doch auch die Bundessteuerberaterkammer im Berufsstand seit einigen Jahren mit der Initiative „Steuerberatung 2020“ dafür, dieses Geschäftsfeld auszubauen, um in naher Zukunft erwartete Rückgänge in anderen Geschäftsfeldern auszugleichen. Warum also dieses Schneckentempo? Weiterlesen

Steuerberater und die Betriebswirtschaft – warum wird dieses Geschäftsfeld vernachlässigt?

Selbstwahrnehmung und die Realitäten…

„Steuerberater sind die kompetenten Partner des Mittelstands, auch in betriebswirtschaftlichen Fragen“ und „…eine optimale steuerliche Lösung ohne betriebswirtschaftliche Beratung ist kaum vorstellbar“ – sagen BStBK und DStV.

Schaut man sich aber die Entwicklung der Umsätze der Kanzleien aus betriebswirtschaftlicher Beratung dazu an, so ist der Umsatzanteil von gerade Mal von 2 % auf 4,2 % gestiegen (Quelle: Umfragen der  Bundessteuerberaterkammer Stax 2012/Stax 2015).

Der gestiegene Umsatzanteil ist sicher noch kein Erfolg, sondern eher ein kleiner Schritt. Unternehmerisch gesehen bedeutet das auch, dass die Kanzleien eine Marktchance weitgehend ignorieren.

Der Berufsstand ist noch in einer komfortablen Position, denn er ist mit seinen „steuerrechtlichen Aufgaben“ gut beschäftigt. Da bleibt nicht viel Zeit für weitere Beratungsaufgaben, auch wenn Mandanten schon mal danach fragen. Das Geschäftsmodell könnte vereinfacht gesagt heißen: „halt mir das Finanzamt vom Leibe!“. Weiterlesen

Revolution per Nebensatz: Tax-Compliance-System kann Vorsatz ausschließen (BMF) – Teil 1

Compliance hat das Koordinatensystem unternehmerischen Handelns um eine neue Dimension erweitert. Es greift allerdings zu kurz, würde man unter diesem Begriff nur ein Handeln in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht verstehen. Organisatorisch interpretiert, ist Compliance auch keine bloße Modifikation der Controlling-, der Revisions- oder der Rechtsabteilung. Als gelebtes System ist sie zugleich Teil der Unternehmenskultur. Hierdurch wird aus ihr mehr als ein Instrument zur internen und externen Pflichtenbefolgung.

Eine allgemeine Rechtspflicht zur Etablierung eines (Tax-)Compliance-Systems existiert bislang nicht. Das BMF hat nun erstmals per Verwaltungsanweisung zu einem solchen System Stellung bezogen – und einen anderen Ansatz gewählt: Compliance soll belohnt werden.

Die neue Beitragsreihe stellt diesen Ansatz vor und bewertet ihn, diskutiert die (faktische) Notwendigkeit zur Einrichtung eines Compliance-Systems bzw. zeigt die möglichen Folgen von Non-Compliance auf, befasst sich spiegelbildlich hierzu mit den Chancen für die Beraterschaft, und setzt sich schließlich mit den Blickrichtungen der Finanzverwaltung auf das Thema Tax Compliance auseinander.

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