Autor: Helmut Steltemeier
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Es war einmal ein kleines Unternehmen, dass sich mühsam aber durchaus mit Erfolg durchs Geschäftsleben bewegte. Das Wohl und Wehe der Familie war vom Erfolg des Unternehmens abhängig. Und immer wieder passierte es, das ungeplant Probleme auftauchten, die es zu lösen galt. Da hörte der Unternehmer von einem Zaubertrank, der helfen könnte, sich auf Überraschungen vorzubereiten. Der Zaubertrank nannte sich „Controlling“ und jeder der davon einen Schluck nahm konnte ein kleines Stück in die Zukunft schauen. Denn für ihn ging das Fenster in die Zukunft auf und er konnte sehen, wie sich Ertrag und Liquidität des Unternehmens voraussichtlich entwickeln würden....
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ So soll es Gorbatschow seinerzeit zu Honecker gesagt haben. Was daraus geworden ist weiß man ja. Um wichtige Entwicklungen nicht zu verschlafen gibt es die deutliche Empfehlung der Bundessteuerberaterkammer aus dem Jahre 2014 zum Thema „Steuerberatung 2020“. Sie regt nachdrücklich an, dass der Berufsstand seinen Mandanten Betriebswirtschaftliche Beratung, und insbesondere auch ein Controlling anbietet, um künftig wegfallende Umsätze im Bereich der „Vorbehaltsaufgaben“ auszugleichen. Nun besteht oft das Problem, den Mandanten von der Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit eines Controllings im Unternehmen zu überzeugen. Hier einige Argumentationshilfen.
Die interne Analyse der Situation Ihrer Kanzlei und die Betrachtung des Umfelds zeigen, dass Handlungsbedarf besteht. Es gilt die Zukunft der Kanzlei zu sichern. Wie nun das Geschäftsfeld „betriebswirtschaftliche Beratung“ gerade für Ihre kleineren „Unternehmer-Mandanten“ in der Kanzlei mit einem ganzjährig begleitenden Beratungsansatz stabilisieren und ausbauen? Die unterjährige Begleitung Ihres Mandanten – mit je nach Bedarf und Unternehmensgröße monatlichen oder vierteljährlichen Analysen und Reports – gibt diesem wichtige Hinweise und damit eine für ihn wertvolle Unterstützung bei der Unternehmensführung. Wie soll Ihre Kanzlei das leisten?
Der Steuerberater als Controller… ist die BWA eine Alternative zu einem echten Controlling? Stax 2012, Stax 2015 und jetzt Stax 2018, die Bundessteuerberaterkammer informiert in regelmäßigen Abständen über die Umsatzentwicklungen in den Geschäftsfeldern des Berufsstandes. Und da zeigt sich, dass das für Steuerberater so wichtige Geschäftsfeld „betriebswirtschaftliche Beratung“ kommt nur langsam vorankommt. Warum eigentlich? Wirbt doch auch die Bundessteuerberaterkammer im Berufsstand seit einigen Jahren mit der Initiative „Steuerberatung 2020“ dafür, dieses Geschäftsfeld auszubauen, um in naher Zukunft erwartete Rückgänge in anderen Geschäftsfeldern auszugleichen. Warum also dieses Schneckentempo?
Ihr Mandant ein Zombie? Haben wir schon wieder Halloween oder ist das jetzt ein Scherz? Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind gut. Auch wenn sich das Wachstum abschwächt kann man von einer guten Konjunktur sprechen, begleitet von einer schon länger andauernden Niedrigzinsphase. Erfreulich ist, dass die die Insolvenzen zurückgehen. Doch Vorsicht! Oft ist nicht direkt erkennbar, dass ein Unternehmen kurz vor der Pleite steht. „Die im Schatten sieht man nicht“ titelte vor einiger Zeit Creditreform. Die Rede ist von Zombie-Unternehmen, einer Vorstufe der Insolvenz. Sie erzielen seit mehreren Jahren keine Gewinne und leben nur noch, weil sie sich in der...
Selbstwahrnehmung und die Realitäten… „Steuerberater sind die kompetenten Partner des Mittelstands, auch in betriebswirtschaftlichen Fragen“ und „…eine optimale steuerliche Lösung ohne betriebswirtschaftliche Beratung ist kaum vorstellbar“ – sagen BStBK und DStV. Schaut man sich aber die Entwicklung der Umsätze der Kanzleien aus betriebswirtschaftlicher Beratung dazu an, so ist der Umsatzanteil von gerade Mal von 2 % auf 4,2 % gestiegen (Quelle: Umfragen der Bundessteuerberaterkammer Stax 2012/Stax 2015). Der gestiegene Umsatzanteil ist sicher noch kein Erfolg, sondern eher ein kleiner Schritt. Unternehmerisch gesehen bedeutet das auch, dass die Kanzleien eine Marktchance weitgehend ignorieren. Der Berufsstand ist noch in einer komfortablen Position, denn...
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