„Alle Jahre wieder“ mit historischem Einschnitt: Prüfungsschwerpunkte 2022

Alle Jahre wieder…aber nicht mehr in diesem Jahr – zumindest nicht von der DPR. Denn durch das am 20. Mai 2021 beschlossene Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) wird die DPR ab dem 1. Januar 2022 Geschichte sein. Inwieweit die Bafin künftig Prüfungsschwerpunkte veröffentlichen wird, wird sich zeigen.

Die DPR hatte bisher immer die Prüfungsschwerpunkte der ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) übernommen und eigene Schwerpunkte für die Prüfungen im Folgejahr festgelegt. Ende Oktober hat die ESMA diese üblicherweise veröffentlicht.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Wenig überraschend ist der Fokus auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie als einer der Prüfungsschwerpunkte für das kommende Jahr. Dabei werden die Effekte auf die Geschäftstätigkeit, die finanzielle Leistungsfähigkeit als auch die Finanz- und Ertragslage schwerpunktmäßig geprüft.

Es ist zu befürchten, dass sich bei der Bewertung Fehler eingeschlichen haben könnten. Diese Thematik wird auch sicherlich bei der Abschlussprüfung von einigen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Da die Wirtschaftsprüfer aufgrund des Wirecard-Skandals heftig kritisiert wurden, ist ein steigender Druck zu befürchten. Weiterlesen

Alle Jahre wieder – die Prüfungsschwerpunkte der DPR sind da

Wie immer werden in der ersten November-Hälfte die Prüfungsschwerpunkte der DPR für das Folgejahr bekannt gegeben. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. stand seit der Gründung noch nie so in der Kritik wie derzeit. Daher richten sich alle Augen auf sie.

Wie die Veröffentlichung der Prüfungsschwerpunkte zeigt, spielt die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die Geschäftsberichte der Unternehmen eine wichtige Rolle. Der Dauerbrenner Goodwill ist dieses Mal nicht dabei: Da jedoch die Wertminderungen nach IAS 36 einer der Prüfungsschwerpunkte ist, spielen Abschreibungen des Goodwills nun doch eine Rolle. Weiterlesen

Alle Jahre wieder – Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2020 veröffentlicht

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat Anfang der Woche ihre Prüfungsschwerpunkte für das kommende Jahr veröffentlicht. Dabei ist eigentlich keines der Themen sonderlich überraschend. Wie sich auch hier wieder einmal zeigt: Das immaterielle Vermögen bedarf einer besonderen Behandlung.

Wie sagte einst schon die Koryphäe Moxter: Immaterielles Vermögen ist das „Sorgenkind“ des Bilanzrechts. So schnell wird sich daran nichts ändern, da durch die digitale Transformation immaterielles Vermögen weiter an Bedeutung zunehmen wird.

Leasing, Erlöse aus Verträgen mit Kunden und Finanzinstrumente wieder dabei

Wie auch im Vorjahr wurden die Themen Leasing, Erlöse aus Verträgen mit Kunden und Finanzinstrumente in die Prüfungsschwerpunkte mit aufgenommen. Beim Leasing wird es nunmehr nicht mehr um die Anhangangaben mit den erwarteten Auswirkungen der Neuregelung des IFRS 16 gehen, sondern um die konkrete Anwendung des neuen Standards. Im DAX hat mit Ausnahme der Deutschen Post kein Unternehmen diesen Standard freiwillig vorzeitig angewendet. Weiterlesen