Bildungseinrichtung außerhalb eines Arbeitsverhältnisses als erste Tätigkeitsstätte

Wenn auch in Weiterbildungsstätten mit dem Ende der Sommerpause bald wieder der Geist des Lernens einkehrt, wird eine Entscheidung des FG Nürnberg vom 9. Mai 2017 manch einem Fortbildungsteilnehmer als Wermutstropfen haften bleiben.

Gemäß § 9 Abs. 4 Satz 8 EStG gilt als erste Tätigkeitsstätte auch eine Bildungseinrichtung, die außerhalb eines Dienstverhältnisses zum Zwecke eines Vollzeitstudiums oder einer vollzeitigen Bildungsmaßnahme aufgesucht wird.

Das FG Nürnberg hat hierfür auch einen 14-wöchigen Schweißtechnikerlehrgang ausreichen lassen. Jedenfalls bei einem auf mehr als drei Monate angelegten, in Vollzeit außerhalb eines Arbeitsverhältnisses absolvierten Fortbildungslehrgang am Ort der Bildungseinrichtung wird diese Einrichtung zur ersten Tätigkeitsstätte, so dass Kosten für Unterkunft sowie Mehraufwendungen für Verpflegung nicht als (vorweggenommene) Werbungskosten berücksichtigt werden können.

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Dschungel an Weiterbildungsmöglichkeiten für Steuerfachangestellte?

Karriere in der Steuerberatung: Neue Fortbildung zum Fachassistenten für Rechnungswesen und Controlling

Gesetzesänderungen. Weiterbildung. Digitalisierung. Betriebswirtschaftliche Beratung. Die Aufgaben für Steuerberater sind in den letzten Jahren sicherlich nicht weniger geworden. Neben Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen spielt die betriebswirtschaftliche Beratung eine zunehmende Rolle. Um den steigenden Herausforderungen zu begegnen, wurde von der Bundeskammerversammlung vor kurzem beschlossen, den neuen Fachassistenten für Rechnungswesen und Controlling einzuführen.

Wer kann diese Weiterbildung machen? Ausgebildete Steuerfachangestellte und Fachkräfte mit gleichwertigen Berufsausbildungen wie beispielsweise Bank- und Industriekaufmann. Auch Hochschulabsolventen mit einem dreijährigen Studium werden miteingeschlossen. Begrenzung auf bestimmte Studiengänge? Offenbar nicht. Zumindest habe ich darüber (noch) keine Informationen erhalten. Präzisierung kommt sicherlich noch. Weiterlesen

Keine Lohnsteuer bei der Übernahme von Fortbildungskosten

Einnahmen sind grundsätzlich alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Steuerpflichtigen im Rahmen einer Einkunftsart zufließen. So zwar der gesetzliche Wortlaut in § 8 Abs. 1 EStG, aber es gibt auch Einnahmen, so z. B. bei Fortbildungskosten, die vom Arbeitgeber im eigenbetrieblichen Interesse übernommen werden und daher lohnsteuerfrei sind. Dies ist der schon seit je her geltender Grundsatz.

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